#4 Eine neue App für die Zeiterfassung
askDANTE baut eine neue mobile App für die Zeiterfassung. Aber natürlich nicht, ohne vorher einmal genauer hinzuschauen, was eine moderne App heute leisten sollte! In dieser Folge sprechen Simon und Andreas über Konzepte, Gedanken, Gewohnheiten und Bequemlichkeit - und wie sich das auf unseren neuen Arbeitstag auswirkt.
Transkript:
Einstempeln. Ihr askDANTE Podcast rund um Zeiterfassung, Abwesenheiten, Schichtplanung und bessere HR-Prozesse. Der neue Arbeitstag beginnt.
Andreas: „Herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres Ask Dante Podcasts. Mein Name ist Andreas Jene.“
Simon: „Und hier ist Simon Hallen. Hallo.“
Andreas: „Ja, heute haben wir ein Thema, das uns sehr, ich will sagen, persönlich berührt, weil es geht sehr in unseren persönlichen Bereich hinein. Zur Einleitung wollte ich dich mal fragen, Simon, was glaubst du, wie lange ist die durchschnittliche Handynutzung eines jungen Erwachsenen heute?“
Simon: „Boah, durchschnittlich... wahrscheinlich doch mehr als man denkt. Ich würde jetzt mal so überlegen, vielleicht so fünf Stunden... ich würde so fünf Stunden schätzen.“
Andreas: „Ja, es ist tatsächlich ein bisschen weniger. Also es sind viereinhalb Stunden. Auch schon krass, aber trotzdem sind viereinhalb Stunden schon ganz schön viel, wenn man bedenkt, dass das ja auch unsere Wachzeit ist. Das sind ja nicht viereinhalb Stunden von vierundzwanzig Stunden, sondern es sind viereinhalb Stunden von der Zeit, wo wir Freizeit haben und wo wir tagsüber auch leben. Und ja, das soll eben heute auch unser Thema sein, nämlich das Thema App und mobile Nutzung bei Ask Dante. Da haben wir ein bisschen was vor, Simon.“
Simon: „Mhm. Okay, ja, spannend. Wenn ich jetzt mal so über den Status quo nachdenke: Wir haben ja aktuell Apps in den Stores, die man sich runterladen kann. Da gibt es zum einen die normale Ask Dante App zur Zeiterfassung. Wir haben auch die App zum QR-Codes abscannen, also die QR-Code-Scanner-App, um dort eben die Arbeitszeit zu erfassen. Und man darf das ja nicht vergessen, wenn ich jetzt an Smartphones denke, ist es ja auch so, dass man über unsere mobile Version der Website auch relativ gut, responsiv und entspannt sich einloggen kann. Das funktioniert ja eigentlich auch ganz gut. Deswegen ist so ein bisschen die Frage: Was bedeutet das jetzt, neue App? Also warum jetzt diese neue App, wenn wir doch eigentlich bestehende Dinge haben?“
Andreas: „Genau. Und da spielt bei uns ja auch so ein Strategiewechsel eine große Rolle. Du hattest ja eben angesprochen, diese Apps, die wir heute im Store haben, sind so die eine Komponente und das andere ist halt diese mobile Webseite. Und bei den Apps muss man jetzt, glaube ich, oder darf man auch ein bisschen selbstkritisch sein. Wenn man da jetzt hinguckt, muss man sagen: Okay, die Ask Dante App, die originäre, die ist ja eigentlich auch schon ein bisschen in die Jahre gekommen und die Bewertungen sind unterhalb dessen, was man sich so wünschen würde. Und dann haben wir noch die QR-Code-Scanner-App, die ist tatsächlich ein bisschen besser. Die läuft ja auch ein bisschen in einem eigenen Kontext, weil das ein eigen Anwendungsfall ist.“
Simon: „Ja.“
Andreas: „Aber der Hauptpunkt ist, dass wir eben diesen Strategiewechsel jetzt auch gerade vollziehen, weil wir in der Vergangenheit ja eigentlich mehr auf das Thema mobile Webseite gesetzt haben. Da kommen wir vielleicht im Laufe des Gesprächs auch noch ein bisschen dazu, warum wir das getan haben und warum das zu dem Zeitpunkt auch irgendwie uns als die richtige Entscheidung erschienen ist. Aber diese mobile Webseite oder diese mobile Zugänglichmachung der Standardwebseite, dass man das auf dem Handy nutzen kann, das ist etwas, was wir natürlich weiterhin zukünftig haben wollen, aber wir wollen dazu eben auch noch eine bestmöglich zugängliche neue App haben. Simon, du bist ja jetzt im Vertrieb tätig. Wie ist es denn, wie ist denn die Anforderung, wie wichtig ist denn die App oder mobile Nutzung auch im vertrieblichen Prozess, auch bei Kunden?“
Simon: „Ja, gute Frage tatsächlich. Ich habe darüber selber auch schon so ein bisschen nachgedacht gerade eben. Also tatsächlich ist es so bei den Anfragen, die wir so kriegen – das sind ja Anfragen, die uns auch auf unterschiedlichsten Wegen erreichen –, aber relativ häufig kommt so die Anfrage: Na ja, mobile Zeiterfassung, am besten auch per App. Das steht dann so in den Anforderungsformularen und Katalogen so drin, und ich nehme das auch hin. Und wenn wir dann irgendwie so ins Gespräch gehen, telefoniert man mal, man macht einen Video-Call und dann kommt: 'Ja, haben Sie denn auch eine App?' Ja, das gehört natürlich irgendwie mit dazu, ne. Am Ende des Tages ist es aber meistens so, für die allerallerwenigsten Kunden von uns, die, die es schon sind oder die, die es werden wollen, steht dann hinterher die App wirklich im Mittelpunkt der eigentlichen Arbeitszeiterfassung. Viele haben dann irgendwie ein physisches Terminal oder eben die Webversion oder eben die QR-Codes. Manche nutzen auch hybride Stempelungen, weil das für viele Mitarbeitergruppen relevant ist. Aber die App – ich will jetzt nicht sagen, sie ist die Randgruppe der Zeiterfassung, das wäre ein bisschen viel –, es gibt auch nischige Kunden, die genau das als hauptsächliches Medium haben. Aber am Ende des Tages ist es – und das klingt jetzt fast ein bisschen hart, aber es ist dann – eigentlich nicht so richtig kaufentscheidungsrelevant.“
Andreas: „Nee, genau. Also das ist spannend, finde ich. Es ist nicht so entscheidungsrelevant oder es ist nicht so ein großer Fokus da. Und das war ja auch, als wir überlegt haben, was machen wir denn jetzt mit dem Thema mobiler Nutzung. Da sind wir ja auch ein bisschen in die Analyse gegangen und haben uns das natürlich auch alles angeguckt.“
Simon: „Mhm. Ja.“
Andreas: „Und da haben wir uns ja auch diese Frage gestellt: Warum sind wir eigentlich erfolgreich und unsere App trotzdem so schlecht?“
Simon: „Plakativ.“
Andreas: „Man muss ja mal ein bisschen ehrlich sein, ne. Und in diesem Rahmen haben wir uns ja auch im Markt umgeguckt und haben geschaut, was machen andere Anbieter in der Branche. Nicht nur Zeiterfassungsanbieter, sondern auch andere HR-Prozessanbieter, und haben festgestellt: Ja, die schlechteste App von allen ist Ask Dante dann überraschenderweise doch nicht. Und das ist irgendwie spannend zu sehen, dass da also Unternehmen, nicht nur wir, sondern auch andere Unternehmen im Markt unterwegs sind, deren Apps tatsächlich schlecht bewertet sind. Das heißt für mich, oder das untermauert das, was du eben gesagt hast, dass für die Kaufentscheidung und vielleicht sogar für den Projekterfolg eine gute App gar nicht so entscheidend ist. Denn wenn das anders wäre, dann würden ja alle die bestmöglichen Apps haben.“
Simon: „Mhm. Ja.“
Andreas: „Und das scheint nicht so zu sein. Und dann ist jetzt die Frage, warum sollten wir denn jetzt überhaupt irgendwas Neues machen? Weil wir sind ja ein wirtschaftliches Unternehmen, und als wirtschaftliches Unternehmen könnte man ja sagen: 'Ja, okay, dann brauchen wir das halt nicht.'“
Simon: „Ja, wir haben gerade identifiziert, eigentlich ist es doch gar nicht so relevant oder fast gar nicht relevant. Also von daher, ja, jetzt wollen wir aber trotzdem mit einer neuen App irgendwie loslegen und jetzt ist so ein bisschen die Frage: Was hat uns denn zu diesem Strategiewechsel dann getrieben?“
Andreas: „Ja, und da würde ich gerne ein bisschen den Blick in die Vergangenheit richten. Also Vergangenheit heißt so die letzten zehn, zwölf, dreizehn Jahre.“
Simon: „Mhm. Ja.“
Andreas: „Simon, weißt du noch, wann das erste iPhone auf den Markt gekommen ist?“
Simon: „Boah, du stellst Fragen heute. Ich würde jetzt... Was haben wir? 2024, 25. Hmm... 2008.“
Andreas: „Ja, 2007 haben wir recherchiert, war das gewesen.“
Simon: „Mhm.“
Andreas: „Und so richtig, wenn wir uns zurückerinnern, dann müssen wir sagen, so richtig Smartphone in Deutschland ging, glaube ich, so eher los 2009, 2010, 2011. Da kam das Ganze so ein bisschen ins Rollen.“
Simon: „Ja.“
Andreas: „Und jetzt kommt noch eine Quizfrage: Es gibt von Statista so eine Auswertung, wie viele Smartphone-Nutzerinnen es gibt in Deutschland 2024. Hast du eine Schätzung? Ich will dich nicht lange schmoren lassen. Also Statista weist dort irgendwie ein paarundsiebzig Millionen aus. Und das ist...“
Simon: „Okay.“
Andreas: „Das ist also auch schon sehr, sehr viel. Das will ich jetzt auch alles gar nicht so im Detail beleuchten...“
Simon: „Klar.“
Andreas: „Weil wir wissen natürlich nicht, sind das Doppelnutzungen oder was auch immer.“
Simon: „Klar.“
Andreas: „Und wir wissen natürlich auch, dass vielleicht Babys jetzt nicht direkt mit dem Smartphone geboren werden oder mit einer Smartwatch.“
Simon: „Ja, klar.“
Andreas: „Aber das zeigt halt, dass wir – und diese Statistik hat das auch deutlich gezeigt, wie wir als Gesellschaft in diesem Zeitraum von 2010, 2011 irgendwie zu diesem supergesättigten Markt geworden sind. Was man eben auch bis 2030 sieht, dass das einfach diesen Sättigungsgrad erreicht hat. Und das ist, finde ich, für die Gesellschaft ganz spannend, weil dieser Zeitraum, in dem das stattgefunden hat, eigentlich ultra kurz ist, wir uns das aber überhaupt gar nicht mehr vorstellen können, ohne dieses Gerät zu leben.“
Simon: „Das stimmt.“
Andreas: „Daher stammt meine Beobachtung, als ich letztens auf einem Flughafen war und geflogen bin: In der Lobby sitzen alle mit dem Handy.“
Simon: „Klar.“
Andreas: „Im Flieger sitzen alle mit dem Handy.“
Simon: „Mhm.“
Andreas: „Und das sind nicht nur Businessleute, das sind auch Senioren und natürlich sowieso die junge Generation. Alle sind irgendwie dauerhaft mit ihrem Handy verbunden. Und jetzt wieder die große Frage: Warum erzähle ich das alles? Abgesehen davon, dass ich das super interessant finde.“
Simon: „Ja, merkt man.“
Andreas: „Der Punkt ist, dass Handys oder Smartphones zum digitalen Assistenten geworden sind und zu unserer persönlichen digitalen Verlängerung, will ich mal sagen. Und das alles eigentlich innerhalb relativ kurzer Zeit. Also wenn wir so zwölf Jahre sehen, das ist ja eigentlich jetzt mal nicht viel.“
Simon: „Nee.“
Andreas: „Also zwölf Jahre, und von null bis heute hat sich das halt alles so entwickelt. Welche Kategorien von Apps hast du, Simon, denn so auf deinem Handy?“
Simon: „Hmm, meine Finanzen zum Beispiel, also verschiedene Bank-Apps, Konten et cetera. Dann ja Nachrichten-Apps, also das, was mich so interessiert, möchte ich dann ja auch über die Apps irgendwie abrufen. Klar, irgendwie so was wie eine Wetter-App oder so. Das würde mir jetzt so spontan als Erstes einfallen.“
Andreas: „Genau. Und auch da sind wir ja mit dem Produktteam reingegangen und haben uns gefragt: 'Was hat eigentlich jeder auf seinem Handy?' Weil wenn wir jetzt eine Ask Dante App machen, was wollen eigentlich Leute von ihrem Handy? Und das ist ja auch die Feststellung: Es ist Information, es ist irgendwie Steuerung, diese Zwei-Faktor-Authentifizierung.“
Simon: „Ja.“
Andreas: „Vielleicht habe ich für mein Smart Home noch was. Ich persönlich habe für meinen Staubsaugroboter dann noch eine App da drauf oder hier in unserem Ask Dante Studio für die Lichter, da brauche ich so eine kleine Bluetooth-App, um dann darüber irgendwas zu machen.“
Simon: „Ja.“
Andreas: „Am Ende ist das aber alles irgendwie Steuerung. Es ist auch für mich aber ganz viel persönliche Information. Es hat alles persönlich mit mir zu tun. Es ist mein Bankkonto und mein Nachrichtenkanal, den ich mir eingerichtet habe. Und das ist alles so meine persönliche, das ist auch alles so meine persönliche Sphäre. Also das ist, finde ich, mein persönlicher digitaler Raum, und zwar erweitert auf dieses Smartphone. Und in diesem Kontext spielt natürlich dann auch Convenience eine große Rolle.“
Simon: „Ja.“
Andreas: „Man sagt ja immer von den Amerikanern, sie seien so das Convenience-Volk. Bei Ernährungsgewohnheiten und all so einem Kram spielt das bei denen ja sowieso eine große Rolle. Aber diese Bequemlichkeit, diese Convenience, spielt bei uns eben auch auf dem Handy so eine massive Rolle. Jetzt habe ich ja einen Hund, und dann guckt man halt in der Wetter-App, ob es draußen regnet.“
Simon: „Ja, stimmt. Hast recht.“
Andreas: „Und das ist irgendwie schon ein bisschen absurd, ne? Vor fünfzehn Jahren wäre man einfach vor die Tür gegangen, heute guckt man nach.“
Simon: „Ja.“
Andreas: „Also das heißt, ich habe das Smartphone, das ist meine digitale Sphäre. Das ist halt ein Stück weit irgendwie ich.“
Simon: „Mhm. Ja.“
Andreas: „Und jetzt ist die Frage, was hat das alles wieder mit Ask Dante zu tun? Und da würde ich sagen, wenn wir das jetzt so erkennen, dass das Smartphone so eine digitale Sphäre jedes Einzelnen ist, dann muss man sich natürlich überlegen, was eine Arbeitgeber-App – also das wäre Ask Dante ja, denn der Arbeitgeber führt ja Ask Dante als Prozess ein – eigentlich mit mir persönlich zu tun hat. Und ich bringe ja mein eigenes Smartphone ein. Es gibt natürlich diese Fälle, wie du vorhin sagtest, auch Nischen, in denen Unternehmen Mitarbeitergeräte, also Dienstgeräte, zur Verfügung stellen.“
Simon: „Aber es ist eher die Ausnahme, ja.“
Andreas: „Genau, es ist eher die Ausnahme. Mitarbeiter bringen also ihre persönlichen Geräte mit, aber der Arbeitgeber sagt, welches System genutzt wird. Und das ist halt so ein Konfliktfeld, das dann irgendwie auch klar wird.“
Simon: „Mhm.“
Andreas: „Und das ist ganz spannend, weil das merkt man, wenn Arbeitgeber sich Prozesse vorstellen. Und dann sagen: 'Ja, ich möchte gerne, dass meine Mitarbeiter...' Hast du bestimmt auch schon mal gehört, ne?“
Simon: „'Ich möchte so gerne, dass meine Mitarbeiter dann auf dem Handy stempeln.' Genau, ja. Mhm.“
Andreas: „Und dann lautet unsere übliche Frage: 'Ja, ist es denn okay, wenn die Mitarbeiter von überall aus stempeln?'“
Simon: „Mhm.“
Andreas: „Und dann sagen die Arbeitgeber: 'Nein, ich kann doch bestimmt feststellen, ob die Leute im Büro sind.' Und da wird dann halt übersehen, dass, um feststellen zu können, ob der Mitarbeiter wirklich im Büro ist, der Arbeitgeber – zum Beispiel in diesem Fall – den Standort des Mitarbeiters tracken müsste.“
Simon: „Mhm.“
Andreas: „Aber das ist ja ein Mitarbeitergerät.“
Simon: „Mhm. Ja, ja.“
Andreas: „Und der Mitarbeiter wird das halt nicht zulassen. Letztens hatte ich im Gespräch eine Kundin, die hat zehn Mitarbeiter, und dann sagte sie: 'Ja, aber die machen da nicht alle mit mit dem Handy.' Und dann sage ich: 'Wieso nicht?' 'Ja, zwei davon wollen nicht die App auf ihrem Privathandy nutzen.'“
Simon: „Mhm. Ja.“
Andreas: „Und dann haben wir natürlich ein Problem. Da merkt man halt, dass das, was das Smartphone für uns eigentlich geworden ist, und die Erwartungshaltung des Arbeitgebers in einem Projekt auch zu Konflikten führen kann.“
Simon: „Ja. Genau. Ja, okay. Ich komme mal wieder ein bisschen auf die Metaebene jetzt dieser Folge. Ich hatte mir nämlich tatsächlich hier auf meinen kleinen Notizzettel so einen Vermerk geschrieben mit: Für wen ist denn die App eigentlich dann hauptsächlich gedacht? Ich glaube, diese Frage haben wir schon beantwortet jetzt.“
Andreas: „Ja, genau, die App ist für den Mitarbeiter gedacht, aber nicht für den Arbeitgeberprozess, will ich mal sagen. Im ersten Schritt nicht.“
Simon: „Wir werden gleich zum Ende noch mal sagen, wie man als Arbeitgeber natürlich auch davon profitieren kann. Aber genau, jetzt wollen wir noch mal kurz darüber sprechen: Was passiert denn jetzt mit der Einführung der neuen App? Also ich habe ja schon mal so einen ersten Mini-Prototypen gesehen. Es ist ja jetzt nicht so, dass wir die alte App eins zu eins nur neu anstreichen, sondern wir wollen ja auch schon ein bisschen was verändern, oder?“
Andreas: „Ja, ja. Also auf jeden Fall. Und um jetzt auch noch mal ganz klar zu machen: Die alte App, die alte Ur-App, von der wir sprechen, die halt auch diese schlechten Bewertungen hat, die wurde 2014 angefangen. 2014, 2015, glaube ich, war das in der ersten Version, und da hatten wir auch noch in Ask Dante einen anderen Fokus. Da ging es ja auch noch viel um Projektzeiterfassung.“
Simon: „Mhm, ja.“
Andreas: „Und da muss man auch sagen, auch da war die Welt noch jung, sozusagen. Da haben wir eben auch sowohl technologisch als dann auch von der Herangehensweise und von der Nutzbarkeit etwas für Projektzeiterfassung gebaut, was dann nach und nach auch für andere, für Kommen- und Gehenstempelungen und so weiter und für das Urlaubskonto nutzbar war. Aber letztendlich war dann irgendwann auch die Strategie zu sagen: 'Nein, wir machen halt alles in der mobilen Webseite, weil dann haben wir alle Funktionen da.'“
Simon: „Ja, okay. Mhm.“
Andreas: „Und diese neue App, die jetzt kommt, die wird im ersten Schritt Projektzeiterfassung erst mal gar nicht drin haben.“
Simon: „Ja.“
Andreas: „Das wird später da reinkommen, weil wir wollen natürlich die alte App ganz wegmachen oder ganz abschaffen. Aber wir wollen jetzt in der neuen App erst mal sozusagen diese persönlichen Assistenzfunktionen für jeden Mitarbeiter selbst in der Kommen- und Gehen-Welt anbieten.“
Simon: „Ja, ja.“
Andreas: „Das heißt also, deine Frage, die du eben gestellt hast: Für wen ist das? Für den Mitarbeiter selbst. Es ist auch im App-Aufbau – und da würde ich auch sagen, da wirkt sich dieses Mindset oder dieser Blickwinkel auf das Thema App direkt aus –, im App-Aufbau haben wir eine zentrale Maske. Das ist mein virtuelles Terminal, mit dem ich starte.“
Simon: „Ja, habe ich schon gesehen.“
Andreas: „Genau, hast du auch schon einen Screenshot gesehen. Jetzt mal metaphorisch gesagt, das ist ja sozusagen die Gegenwart, ja. Denn jetzt kann ich stempeln, jetzt kann ich einstempeln, jetzt kann ich ausstempeln, jetzt kann ich sehen, wie lange ich heute schon gearbeitet habe. Und dann gibt es einen Links-Swipe, das ist dann der Blick in die Vergangenheit. Da kann ich also meine alten Tage sehen. Und dann gibt es den Rechts-Swipe, da kann ich dann in die Zukunft blicken. Und man merkt dann vielleicht schon, wie sich alles sozusagen um mich selber drumherum arrangiert und wie das dann so ein bisschen gedacht ist. Und dann wird es eben in den jeweiligen Bereichen auch die Möglichkeit geben, entweder in der Zukunft einen Urlaubsantrag anzulegen oder in der Vergangenheit einen Zeitänderungsantrag zu machen.“
Simon: „Ja, Korrekturen, okay.“
Andreas: „Das heißt, da kommen wir natürlich schon auf diese funktionale Ebene. Das ist ja klar. Es wird auch darum gehen, zum Beispiel später mal ein foto von der Kind-krank-Bescheinigung zu machen oder vom Werkstudentenausweis oder so was, und dass dann direkt auch dieses Medium, dieses Gerät Handy, das, was es eben besonders gut kann – zum Beispiel die Kamera benutzen –, ausschöpft und dann auch auf diese Art und Weise den Prozess hin zu Ask Dante wirklich verlängert, würde ich mal sagen, auch über das Web-Frontend hinaus, das wir heute im Browser haben können. Und wir wollen dann zukünftig noch andere Sachen machen wie Push-Nachrichten. Eben dieses Potenzial, was die App bietet, wollen wir da natürlich auch ausschöpfen.“
Simon: „Also Push-Nachrichten zum Beispiel wie: 'Hey, übrigens, du hast dich gestern nicht ausgestempelt', oder so, und dann: 'Ah ja, okay, schicke ich mal direkt einen Korrekturantrag für meine Teamleitung.'“
Andreas: „Ja, ja, richtig. Genau. Okay. Und ich finde das Beispiel, das du jetzt genannt hast, auch super gut, um mal diese Brücke zurückzuschlagen zu der Frage: Warum war die App bisher vielleicht kein Kaufkriterium? Denn dieser Prozess – ich habe gestern vergessen auszustempeln und ich werde jetzt benachrichtigt – existiert ja heute auch schon.“
Simon: „Ja, aber...“
Andreas: „Der ist aber halt nicht so zugänglich.“
Simon: „Ja, genau. Richtig.“
Andreas: „Und diese Zugänglichkeit ist nichts, was den Entscheider vielleicht so richtig betrifft. Denn wenn das Unternehmen sagt, ich bilde meine Prozesse in Ask Dante ab – und wir haben ja auch in einer anderen Podcast-Folge darüber gesprochen, dass the Grund, Ask Dante einzuführen, eben diese Prozessveränderungen im Unternehmen sind und nicht eine einzelne atomare Funktion –: Aus Sicht des Arbeitgebers funktionieren diese Prozesse heute alle schon, und die Mitarbeiter können auch heute schon alle diese Prozesse... ja, über E-Mail können sie benachrichtigt werden, sie können das vielleicht am Terminal sehen, sie können auch über den Self-Service-Bereich im Web-Frontend einen Änderungsantrag stellen und so weiter. Das, was sich ändert mit der App, ist, dass wir in den persönlichen digitalen Assistenten sozusagen reinkommen und die Convenience, die Bequemlichkeit, die Zugänglichkeit erhöhen und dann auch letztendlich dem Benutzer über den App Store bieten: Ein Klick, installieren. Alles so, wie man es letztendlich auch von den großen Anbietern antrainiert hat.“
Simon: „Ja, also so, dass das eben alles so reibungslos funktioniert.“
Andreas: „Und das ist eben das, was sich sozusagen dann jetzt verändert. Und dann hattest du ja vorhin schon angedeutet diese Frage: Was haben wir als Arbeitgeber davon?“
Simon: „Ja, also was haben wir davon auch als Anbieter?“
Andreas: „Mhm. Weil wir sind ja ein Wirtschaftsunternehmen und dementsprechend müssen wir uns auch überlegen, wo wollen wir unseren Aufwand investieren. Wir glauben natürlich einerseits an die digitale Transformation, wir beobachten das auch in der Gesellschaft. Wir wollen da natürlich mitgehen und wir wollen das auch mitgestalten. Und wir möchten auch der Frau Müller aus der Verpackung oder dem Monteur unterwegs einen möglichst hürdenfreien Einstieg ermöglichen. Und auch, obwohl ich kein Informatiker bin, trotzdem an diesen Prozessen teilzunehmen.“
Simon: „Genau, das ist ja grundsätzlich auch unsere Einstellung, die wir mitbringen, ne.“
Andreas: „Genau. Und aus dieser Grundeinstellung heraus ist das eigentlich ein logischer Schritt, das zu gehen. Und für die Arbeitgeber bedeutet das, dass die Mitarbeiter erklärungsfreier und aufwandsärmer Zugang zu diesen digitalen Prozessen bekommen und man weniger Pflege reinstecken muss...“
Simon: „Ja, genau.“
Andreas: „...weniger Fortbildung und so weiter und so fort. Insofern ist der Vorteil, den der Arbeitgeber gewinnt, ein sehr indirekter, aber trotzdem wirkt sich das eben auch auf den Projekterfolg aus.“
Simon: „Mhm. Gerade wenn ich auch... ich habe ja ewig dieses Thema Onboarding, Offboarding.“
Andreas: „Genau, ja.“
Simon: „Wie bringe ich einen neuen Mitarbeiter da rein? Und eine unserer Haupt-Challenges ist es ja, dass wir immer mehr mit unserem Produkt auch in Bereiche kommen, wo es keine festen Arbeitsplätze gibt.“
Andreas: „Mhm, genau.“
Simon: „Wo die Leute irgendwie viel mehr in ihrer privaten Realität sind und da auch keine Endgeräte sonst da sind, außer eben dieses private Smartphone.“
Andreas: „Ja, ja.“
Simon: „Ja, spannend. Ich freue mich auf jeden Fall auf die neue App, kann ich schon mal sagen. Ich bin gespannt, wie das wird, und würde sagen, das ist eigentlich ein schönes Schlusswort für unsere heutige Folge.“
Andreas: „Genau, wir haben ja auch... ich könnte wie immer natürlich noch viel, viel weiterreden. Und wir haben schon wieder die 20 Minuten, auch wie immer...“
Simon: „Ja.“
Andreas: „...angesprengt. Wir freuen uns auf jeden Fall, glaube ich, alle auf die neue App, die da kommt. Wir haben ja jetzt auch schon von Kunden Rückmeldungen gehört, auch bei den vorgestellten Screenshots im Webinar...“
Simon: „Ja, genau.“
Andreas: „...und so weiter, wann das denn bereitsteht. Da freuen wir uns alle drauf, freuen uns natürlich auch auf Feedback zu der Anwendung und ja, auch zu diesem Podcast wie immer an podcast@askdante.com.“
Simon: „Mhm. Genau. Und wenn das jetzt die erste Folge war, die Sie gehört haben, dann freuen wir uns natürlich auch – Andreas hat eben schon eine vorige Folge erwähnt –, wenn Sie auch bei Ihren gängigen Streaminganbietern noch mal schauen, was wir sonst schon für spannende Themen haben, worüber wir schon philosophiert haben in diesem Jahr. Und gerne auch noch mal, falls Sie es noch nicht gemacht haben, die ersten Folgen anhören.“
Andreas: „Genau.“
Simon: „Ansonsten, ja. Weitere Philosophie-Themen sind am Start. Wir freuen uns, wenn Sie wieder mit dabei sind.“
Andreas: „Genau.“
Simon: „Und verabschieden uns für heute. Bis zum nächsten Mal. Machen Sie es gut. Bis dann. Tschüss.“
Andreas: „Tschüss.“
Und ausstempeln. Lust auf mehr? Alle Podcast-Folgen finden Sie auf den gängigen Streaming-Plattformen oder auf www.askdante.com/Mediathek
:quality(60))