#3 Customization und individuelle Anpassungen
Kann man askDANTE an die Bedürfnisse des eigenen Unternehmens anpassen? Wie weit geht das? Und was kostet das? In dieser Folge sprechen Simon und Andreas über die Möglichkeiten und Strategien für Customizing - und über deren Grenzen.
Transkript:
Einstempeln. Ihr askDANTE Podcast rund um Zeiterfassung, Abwesenheiten, Schichtplanung und bessere HR-Prozesse. Der neue Arbeitstag beginnt.
Andreas: „Herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres askDANTE Podcasts. Mein Name ist Andreas Jene.“
Simon: „Und hier ist Simon Hallen. Hallo.“
Andreas: „Titel unserer heutigen Folge lautet: Warum geht das nicht? Und warum kostet die Anpassung so viel, Simon?“
Simon: „Tja, gute Frage. Sie merken schon, wir haben's heute mal ein bisschen plakativ formuliert. Also um das mal auf eine andere Ebene zu übertragen: Wir wollen heute so ein bisschen über das Thema Customizing sprechen. Äm, was für Möglichkeiten gibt es denn da in askDANTE? Welche Strategien haben wir dafür auch vorbereitet, wenn es um das Thema Individualität in der Anwendung geht? Und was für Lösungen bieten wir da eben an?“
Andreas: „Genau, und dafür haben wir uns heute ja so ein kleines Rollenspiel überlegt. Und zwar, ist es ja so, dass, der Simon mehr so aus der Business-Ecke kommt und ich ja meine Wurzeln auf der technischen Seite und natürlich auch im Produkt hab. Und deswegen werden wir heute so ein kleines Rollenspiel machen. Und Simon, du darfst mich alle unangenehmen Fragen fragen – natürlich jetzt nur mit Bezug auf individualisierte Anpassungen, die dir so einfallen. Und ich werd versuchen, das alles auch dann umfassend zu beantworten.“
Simon: „Super. Okay, genau. Ich bin quasi der, ein bisschen der Anwalt des Kunden heute. Genau.“
Andreas: „Genau.“
Simon: „Ja, also das ist natürlich ein super spannendes Thema und ich glaube, die allererste Frage, um erst mal so ein bisschen Grund reinzubekommen, ist: Brauche ich überhaupt individuelle Anpassung? Also wenn ich irgendwie Kunde werden möchte bei askDANTE oder es vielleicht auch schon bin, aber in der Regel fängt man ja erst mal irgendwie an. Ist es eigentlich nötig, dass ich individuelle Anpassung brauche?“
Andreas: „Ja, und die Antwort darauf ist eigentlich nein. Also, wir haben ja sehr, sehr viele Kunden und eigentlich ist askDANTE ein Produkt, das wir irgendwie auch von der Stange anbieten und als solches, brauchen Kunden bei uns eigentlich erst mal keine Individualaufwände. Das ist, glaube ich, auch hier jetzt, um für alles, was wir vielleicht gleich im Folgenden noch besprechen, noch mal mit einem dicken, dicken Textmarker zu unterstreichen. Also, wenn Sie auch einen ganz normalen Anwendungsfall haben und Ihnen keine Besonderheiten einfallen, dann, ist das vielleicht, was jetzt kommt, auch gar nicht so interessant, denn eigentlich brauchen Sie als Kunde keine individuellen Anpassungen.“
Simon: „Damit wäre die Folge vorbei. Nein, natürlich nicht.“
Andreas: „Nee, genau. Dann ist halt ein bisschen die Frage so, wie können wir uns denn dann so den individuellen Anpassungen eigentlich nähern? Wenn es keine Individualleistungen sind, die wir kaufmännisch anbieten, dann ist ja vielleicht ein bisschen die Frage: Ja, okay, was sind Konfigurationsmöglichkeiten, die wir haben? Und da haben wir natürlich schon auch bei uns in der Oberfläche - sind viele Knöpfe zu sehen - da gibt es viele Möglichkeiten eine Konfiguration durchzuführen. Und tatsächlich ist es auch so, dass Konfiguration bei uns in askDANTE dann auch die Hauptstrategie ist, mit dem wir dann diesen Themen auch begegnen. Also es gibt – das kann man halt in der Oberfläche auch nicht immer sehen – es gibt dann Konfigurationsmöglichkeiten, die auch noch unter der Oberfläche existieren, wo wir vielleicht auch noch den einen oder anderen Schalter umlegen können, um halt kundenindividuelle Anforderungen dann abzubilden bei uns. Also es ist natürlich auf der einen Seite das Allereinfachste, im Prinzip in der Oberfläche, wenn ich jetzt ans Arbeitszeitprofil denke oder so, einfach zu sagen: Ja, okay, möchte ich meine Arbeitszeit eigentlich über meine Sollstunden pro Woche, pro Tag oder pro Monat, wie möchte ich die eigentlich definieren? Will ich die auf einzelne Tage abbilden oder nicht? Das sind, würde man vielleicht auch eher so als Settings oder Einstellungsmöglichkeiten bezeichnen. Das ist aber natürlich auch eine Ebene von Konfiguration, und im Hintergrund haben wir dann eben auch noch die Möglichkeit, ein bisschen, um andere Konfigurationen manchmal vorzunehmen, wenn es dann eben ein bisschen technischer wird.“
Simon: „Ist es denn, ist das kostenpflichtig? Wie stehen wir dazu? Kostet das Geld?“
Andreas: „Du meinst, wenn wir im Hintergrund dann Dinge anpassen?“
Simon: „Genau, richtig. Ja.“
Andreas: „Eigentlich erst mal... Also es gibt... wir haben...“
Simon: „Jetzt kommt der Techniker. Ja.“
Andreas: „Wir haben im Hintergrund erst ein paar Möglichkeiten geschaffen, halt komplexere Dinge abzubilden, wie zum Beispiel das Thema Zuschläge, wie zum Beispiel das Thema Lohnanbindung, wenn ich mal diese beiden Themen nehme. Und ich hab da schon mal so den Vergleich gebracht: Es ist dann so, wenn ich die Einstellungsmöglichkeiten mir vorstelle, das ist dann kein Keyboard, mit 60 Tasten oder so, wo man dann irgendwie nett ein bisschen was drauf machen kann, sondern das, was wir da haben, ist eher von der Komplexität her irgendwie so eine Küchenorgel mit mehreren Ebenen, Registern, Fußpedalen und so weiter und so fort. Und das ist auch etwas, was den üblichen Anwender halt überfordern würde, das einzustellen. Wenn wir aus diesem Bild rausgehen und mal so in Richtung Lohn gucken, dann ist, glaub ich, wichtig zu wissen, dass Lohnabrechnung in jedem Unternehmen ein bisschen rechtsrum und ein bisschen linksrum gedacht sein kann. Damit der Austausch von Lohnarten funktionieren kann, müssen halt auch präzise Abstimmungen stattfinden. Und das können wir zum allergrößten Teil bei uns konfigurieren. Also zu 99,8 % können wir das bei uns dann konfigurieren und müssen dafür eigentlich nichts weiter machen. Aber selbst diese Konfiguration ist für einen Anwender halt zu komplex. Und deswegen gibt es bei uns so drei, vier, fünf unterschiedliche kleine Konfigurationspakete, die wir anbieten, die dann aber mehr den Abstimmungs- und, um auch ansonsten organisatorischen Aufwand abbilden, das mit dem Kunden dann zu kommunizieren, was wir da dann jetzt eigentlich konkret einstellen sollen. Das heißt, wenn wir jetzt irgendwie von Lohn sprechen, dann sprechen wir, glaub ich, von knapp 500 Euro.“
Simon: „Genau, 498 Euro, genau richtig.“
Andreas: „Genau. Und wenn wir von Zuschlägen zum Beispiel rechnen, dann sprechen wir, glaub ich, von 249 Euro.“
Simon: „249 Euro. 249 Euro, ja genau.“
Andreas: „Also das sind aber eher so Pakete, die eher so ein Anerkennungspreis beinhalten, muss man sagen. Also insofern deine Frage, deswegen hab ich eben auch so kurz mal innegehalten... Ja, Zuschläge kosten dann halt dieses Paket und Lohn kostet dann zum Beispiel auch dieses Paket. Und, das ist aber wirklich nur dann, damit wir diese individuellen Dienstleistungen dann halt auch bei uns organisatorisch abbilden können.“
Simon: „Okay. Ja, spannend. Okay, da haben wir ja schon mal so ein bisschen was erfahren oder auch für mich noch mal einmal ein bisschen zum Erhellen gebracht. Was ist denn dann, wenn das aber nicht ausreicht? Oder auch die Frage: Wann reicht denn eine Konfiguration nicht mehr aus und was haben wir denn da für Möglichkeiten?“
Andreas: „Also die Frage, wann der Fall eintritt, ist, glaub ich, kaum zu beantworten. Das kann natürlich vielschichtig sein. Es ist ja generell so, jedes Unternehmen darf sich ja selber überlegen, wie es seinen Unternehmensablauf organisiert. Das heißt also, man kann mit Betriebsvereinbarungen, Tarifvereinbarungen, whatever oder einfach auch nur mit Ideen, wie man Dinge organisatorisch abbilden will, kann man sich die dollsten Dinge überlegen. Und, es ist ja jetzt bei uns auch so, wir lernen ja nicht aus. Also wir lernen ja immer wieder zwischendurch dann, dass ein Unternehmen sich diesen oder jenen Prozess bereitgelegt hat oder manchmal auch aus der Vergangenheit heraus, dann antrainiert hat, weil das in der Vergangenheit vielleicht leichter war, bevor man in die digitale Welt eingestiegen ist, das so und so zu machen. Und das will man jetzt beibehalten.“
Simon: „Ja.“
Andreas: „Und deswegen, wann ich dahin komme, ist gar nicht so klar. Was aber dann passiert, ist, dass wir dann natürlich an konfigurative Grenzen stoßen. Und dann müssten wir, gibt's halt irgendwo diesen Punkt, wo wir in Individualsoftwareentwicklung einsteigen müssen. Und da gibt es bei uns zwei Level, will ich mal so sagen, zwei Ebenen. Und zwar, ist die eine Möglichkeit, die wir uns geschaffen haben, so an verschiedenen Stellen in der Anwendung, wo das halt auch in der Vergangenheit schon mal vorgekommen ist, so einzelne Module ganz isoliert auszutauschen und damit zum Beispiel Rechenregeln oder Zuschlagsregeln oder so etwas dann, wenn da was ganz Individuelles drin ist, das dann auszutauschen. Also wenn man sich vorstellt, askDANTE ist ja letztendlich Software, eine Software ist eine Maschine. Wenn ich mir also eine riesige große Maschine vorstelle, vor der ich jetzt stehe und, dann ist das mehr so in diesem Bild bleibend. Ich kann da halt eine Klappe öffnen, sozusagen ein Modul rausdrehen, ein anderes Modul reindrehen. Und natürlich muss ich dann dieses Modul immer noch herstellen, das ich da reindrehe, aber es ist halt sehr viel isolierter. Das andere ist dann die Vorstellung, dass ich an der Maschine was verändern soll, obwohl ich, dafür gar kein Modul hab. Also keinen Steckplatz sozusagen. Und dann müssen wir natürlich richtig in Individualsoftwareentwicklung einsteigen und das muss dann natürlich umfangreicher und größer projektiert werden, ist natürlich dann auch entsprechend teurer. Also insofern, wenn man so will und auch noch mal die Konfiguration reinnimmt, wir haben halt Benutzerkonfiguration, dann haben wir noch mal so diese halbtechnische Konfiguration, die bei uns stattfindet. Dann auf dem dritten Level haben wir dann eigentlich noch mal die Möglichkeit, an sensiblen Stellen auch, einfachere Individualisierung vorzunehmen. Und erst der allerletzte Punkt, ja die allerletzte Ebene ganz hinten ist dann halt das Thema richtig Hardcore Individualsoftware zu machen.“
Simon: „Mhm. Okay, spannend auf jeden Fall, ja. Zum Thema Individualsoftware hab ich gleich noch eine andere Frage. Erst mal aber noch eine vorgezogen, weil ich mir das auch noch mal notiert hatte. Brauch ich denn, wenn wir jetzt über das Thema individuelle Anpassungen sprechen, brauch ich dafür einen besonderen Tarif?“
Andreas: „Also... Ja, generell schon. Und zwar brauch ich dazu dann bei uns eine Zusatzoption, die nennt sich exklusiver Server. Und, das hat dann ein bisschen was damit zu tun, dass eine Änderung im System irgendeiner Art, ja, um auch nur einem Kunden dann speziell zur Verfügung gestellt werden soll und wir ja auch letztendlich verhindern müssen, dass es irgendwie andere Kunden berührt. Und jetzt mal, theoretisch kann Individualisierung ja auch irgendwie beliebig sein. Und das können wir dann natürlich nur auf so einem isolierten System, also auf einer eigenen virtuellen Maschine, auf diesem sogenannten exklusiven Server...“
Simon: „Private Server, genau.“
Andreas: „Private Server, den es bei uns halt als Zusatzleistung gibt. Da können wir das nur isoliert zur Verfügung stellen. Wir können auch immer mal prüfen, ob man das eine oder andere dann sonst wirklich auch noch in der, um also auf myaskdante.com zum Beispiel macht, aber generell als Faustregel ist erst mal, dass man eigentlich einen exklusiven Server braucht.“
Simon: „Okay. Ja, okay, gut verstanden.“
Simon: „Dann vielleicht noch mal eben zum Thema Individualität. Also dass man wirklich eine eigene individuelle Software baut, hast du ja gesagt. Klingt ja so ein bisschen erst mal nach Copy Paste oder nicht?“
Andreas: „Na ja, also Copy and Paste, damit ist es ja leider nicht getan. Jetzt muss ich aufpassen, dass ich nicht zu tief an meine Wurzeln zurückkomme und irgendwie über Software und Architektur und um all diese Themen, die sich da so drum rumranken, spreche. Wenn man an eine individuelle Erweiterung denkt, dann denkt man ja manchmal auch: Ja, okay, das kann ja jetzt nicht so schwer sein, das da irgendwie hinzumachen. Und tatsächlich ist es aber so: Das höchste Gut bei uns in der Software ist ja Stabilität und auch Robustheit, Korrektheit in der Berechnung auf der einen Seite, auf der anderen Seite auch im Betrieb. Und das aber auch über eine lange Zeit. Also das heißt, eine Änderung, die ich heute reinbringe, die muss ja auch in fünf Jahren oder so was, die muss noch irgendwie dieser Kunde, der da was hat, individuell machen lassen. Das muss ja auch in fünf Jahren noch irgendwie bestehen und gleichzeitig entwickeln wir die Software ständig weiter. Und da kommt man schnell so in diese Situation rein, wie in so einem Porzellanladen, wo ich so vorne mit den Händen irgendwie gerade irgendwas mach und während ich mich umdrehe, mit dem Hintern dann hinten was umwerfe. Das haben wir halt in... askDANTE ist halt inzwischen eine sehr große, sehr komplexe Software mit vielen unterschiedlichen Konzepten und das ist auch wirklich für uns eine Challenge dann irgendwie alle Einflüsse immer im Kopf zu behalten und damit man aber auch die bestmögliche Unterstützung kriegt, ist es zum Beispiel so, dass wir alle Änderungen, die bei uns individuell einfließen, auch immer mit automatisierten Tests versehen, sodass wir halt so eine, man nennt das dann nachher eine Testabdeckung generieren. Und diese Testabdeckung, die wird jedes Mal aktiviert, wenn wir halt an der Software eine neue Version bauen, damit wir immer sicherstellen, dass alle Tests grün zeigen, bevor wir halt eine neue Software machen. Also das ist dann ein Teil dieses Prozesses. Und dazu kommen natürlich noch andere Qualitätssicherungsthemen, wie zum Beispiel Vier-Augen-Prinzip, dann auch schon alleine auf der Entwicklungsseite, dann gibt's noch eine fachliche Abnahme, wo dann ja auch das Produkt- oder Anforderungsmanagement noch mal mit draufguckt. Und das führt dann eben am Ende dazu, dass wir die stabilst mögliche Software haben, die langfristig leben und bestehen kann und wo man sich auch in fünf oder in zehn Jahren drauf verlassen kann, dass Dinge halt noch gehen. Wir haben ja inzwischen Kunden, die haben vor zehn Jahren Individualisierungen gemacht. Die gehen bis heute, auch mit der neuesten Version. So, das hört sich banal an, ist aber eine Challenge, das zu machen.“
Simon: „Ja, okay.“
Andreas: „Und, dann werden halt kleine Dinge schnell sehr aufwendig. Also weil ich hab einfach organisatorisch so viel Overhead, dass selbst ein kleines Textfeld irgendwo dann zwei Tage Aufwand kostet. Und das ist dann ja auch so ein Anliegen heute hier, dafür auch das Verständnis vielleicht noch mal zu wecken und vielleicht auch zu erklären, wo diese Strategie herkommt, sozusagen vorher so mehrere Ebenen zu haben, damit wir möglichst nicht in den hinteren Bereich kommen. Denn das andere, kommen wir vielleicht nachher auch noch mal dazu. Eigentlich wollen wir das ja nicht individualisieren, aber da kommen wir vielleicht nachher noch mal dazu.“
Simon: „Ja, okay. Gut. Also dann hab ich jetzt auch noch mal mitgenommen, einfach so Steuerung C und Steuerung V. Das funktioniert leider nicht.“
Andreas: „Das ist in keinem Fall möglich.“
Simon: „Okay, gut. Übrigens noch ganz kurzer Schlenker. Du hast es eben gesagt, das soll ja auch dann wirklich auch zwei und fünf und zehn Jahre später noch funktionieren. Stichwort Robustheit. Und das soll funktionieren. Wer Folge zwei vielleicht noch nicht gehört hat, also die Kriterien bei Einführung einer Zeiterfassung...“
Andreas: „...sollte das schleunigst noch mal nachholen, denn da haben wir darüber nämlich auch schon mal einmal gesprochen, was das bedeutet.“
Simon: „Genau.“
Andreas: „Genau, weil Robustheit ist halt also, die beste Zeiterfassung ist die, die man nicht mitkriegt. Also das, aber man möge sich nur mal vorstellen, wir spielen eines unserer monatlichen Updates ein und plötzlich gehen Berechnungsregeln nicht mehr, funktionieren Zuschläge nicht mehr, funktionieren Schnittstellen nicht mehr, irgendetwas. Dann ist das Geschrei schnell sehr laut.“
Simon: „Auf jeden Fall. Okay. Gut, für den Fall, dass wir das jetzt dann aber doch brauchen, weil wir da gerne... weil der Kunde auch gerne wirklich was Individuelles umgesetzt haben möchte und sagt: „Nein, um die und die Ziele umzusetzen und zu erreichen innerhalb meiner Organisation, brauche ich das auf jeden Fall.“ Was können wir denn da für, ja im weitesten Sinne kaufmännische, also was für Angebote können wir denn da machen?“
Andreas: „Genau. Also, auch da fließt jetzt alles so ein bisschen ein, was wir eben im Vorfeld gesagt haben. Dazu gehört einmal so, unser Wunsch ist erst mal, dass nach einer Möglichkeit natürlich Änderungen irgendwie auch aus der Roadmap kommen. Und wir haben natürlich eine Roadmap, wo wir, ja auch aus dem Kundenfeedback, heraus dann von den Kunden Dinge aufnehmen, die wir dann irgendwann auch wirklich machen und umsetzen. Und das sind dann natürlich keine Individualisierungen...“
Simon: „Ja, ja.“
Andreas: „...sondern es sind halt dann Weiterentwicklungen, die wir halt mit dem Kundenkreis abgestimmt haben. Gutes Beispiel wäre jetzt so das Thema Jahreskalender.“
Simon: „Ja, okay.“
Andreas: „Oder wie zum Beispiel, was jetzt ja kommt, ist dann das Thema Zeitarten auf dem Terminal. Das ist ja auch ein wichtiges, von den Kunden angetriebenes Thema. Wenn es sonst wirklich zu individuellen Wünschen kommt, die jetzt auch im Rahmen einer Angebotssituation oder eines Projektes auf uns zugetragen werden oder sich im laufenden Betrieb ergeben, dann haben wir im Prinzip drei Optionen.“
Simon: „Mhm.“
Andreas: „Variante eins: Das ist eine total individuelle Anforderung. Der Kunde wünscht sich, dass der kleine gelbe Knopf, der rechts unten ist, plötzlich links oben ist mit blau-weißen Streifen. Und, das ist dann die maximale Individualisierung, die für niemanden Sinn macht. Das wird dann halt bei uns im Aufwand geschätzt, um das Angebot dann entsprechend unterbreitet.“
Simon: „Ja.“
Andreas: „Und dann können wir halt überlegen, ob wir das machen... also dann kann der Kunde sich überlegen, ob er das macht oder nicht.“
Simon: „Ja, ja.“
Andreas: „Dazu sei nur angemerkt: Eigentlich wollen wir diese Art von Individualisierung nicht machen. Das hört sich jetzt ein bisschen komisch an, hat aber damit zu tun, dass wir ja auch vom Geschäftsmodell her bei askDANTE überhaupt gar nicht darauf angelegt sind, Consulting-Dienstleistungen zu verkaufen.“
Simon: „Mhm, ja.“
Andreas: „Also wir wollen keine individuelle, eigentlich wollen wir langfristig keine individuellen Systeme pflegen und wir wollen - wir haben auch nicht das Anliegen, Leute, die rumsitzen, mit Aufträgen zu versorgen, sondern das ist sozusagen diese Art von Extremindividualisierung ist dann die letzte Linie, die sozusagen bei uns geht, was wir eigentlich auch gar nicht so gerne machen. Es gibt dann die Möglichkeit auch dann das Gegenteilige zu sagen. Okay, lieber Kunde, du hast ja ein Projekt, du wünschst dir etwas und das ist bei uns eigentlich auf der Roadmap, aber in vier Monaten oder so was geplant. Ich sehe aber, dass das für deinen Projekterfolg wichtig ist und deswegen verändern wir einfach die Prioritäten bei uns auf der Roadmap. Deswegen machen wir das sozusagen als Dreingabe in dein Projekt. Machen wir das dann zum Projektstart, zu Datum XY, steht dann auch im Angebot. Das machen wir dann für dich so fertig und dann kostet das den Kunden gar nichts. Also, ich hab, also einmal Kunde muss alles bezahlen, dann habe ich auch Kunde muss gar nichts bezahlen. Das kann auch mal sein. Das ist immer halt eine Erwägungsfrage. Und dazwischen, da gibt es noch so eine Fifty-fifty-Lösung. Und zwar, wenn ein Kunde sich etwas wünscht, wo wir sagen: „Ja, okay, das verstehen wir, macht auch total Sinn, würden wir aber eigentlich nicht bauen wollen, weil uns vielleicht die Zeit fehlt oder irgendwas anderes, weil's eigentlich auch nicht auf der Roadmap ist. Und dann kann es aber sein, dass wir sagen: „Ja, nee, okay, das verstehen wir. Wir bieten das halt zu fünfzig Prozent des Aufwands an. Das ermöglicht uns dann halt, die Änderung auch von unserer Seite noch so ein bisschen mit zu formen und so wie es bei Roadmap Features ist, ist es jetzt natürlich dann auch sozusagen angepasst in die Roadmap, in den allgemeinen Funktionsumfang. Formen wir diese Dinger dann immer so, dass sie auch in den allgemeinen Funktionsumfang einfließen. Und das jetzt vielleicht noch mal rückgekoppelt zu dieser Aussage: Wir wollen eigentlich nicht individualisieren.“
Simon: „Ja.“
Andreas: „Also was wir wollen, ist mit Kunden zusammenarbeiten und wir wollen natürlich herausfinden, so was sind Anforderungen und was sind vielleicht Funktionen, die wichtig sind, die bei uns auch noch fehlen.“
Simon: „Mhm.“
Andreas: „Aber, idealerweise wollen wir die dann halt in den allgemeinen Funktionsumfang reinbringen und dadurch askDANTE dann auch zu so einem Projekt aller machen.“
Simon: „Schön, schön gesagt, ja.“
Andreas: „Ja, deswegen, das merkt man dann im Newsletter, wenn dann da neue Sachen halt auftauchen. Dann findet man ja auch manchmal so Dinge, die kommen aber in Wirklichkeit aus so einem Fifty-fifty-Projekt zum Beispiel.“
Simon: „Okay, spannend. Noch als kurze Zwischeninfo: Newsletter abonnieren auf jeden Fall. Das habe ich jetzt gerade.“
Andreas: „Ja, genau. Das ist auf jeden Fall wichtig. Also da sind tatsächlich häufiger so Sachen drin, die aus solchen Projekten dann kommen.“
Simon: „Okay, gut. Hm, letzte Frage, ich glaube, wir sind jetzt dann schon fast rund und ich habe auch vieles schon echt gut verstanden. Wie machen wir das im Angebot? Also wenn wir jetzt jemanden haben, der sich für uns interessiert, gegebenenfalls auch wirklich ein etwas größeres Unternehmen mit eben individuelleren Anforderungen, die wir vielleicht im Detail noch nicht kennen, wie stellen wir das im Angebot dar?“
Andreas: „Ja, also, du spielst jetzt insbesondere auf Angebote an, wo beim Neukunden zum Beispiel kommt, dass wir ihn überhaupt durch die ganze Einführung projektieren. Das ist ja noch ein bisschen eine andere Situation, als wenn wir nachher einen Bestandskunden haben, der unterwegs eine neue Anforderung entwickelt. Das ist natürlich sehr viel schärfer, da wissen wir schon viel, viel genauer, was da passiert. Bei einem neuen Interessenten haben wir eher die Situation, dass wir manchmal wissen wir dann oder merken wir schon in der Beratung, okay, da taucht jetzt ein Thema auf, da müsste man was tun. Aber ganz häufig haben wir halt auch Kunden, die natürlich schon früh einen Preis haben wollen, um zu wissen, ist das der Weg, den sie gehen wollen.“
Simon: „Ja.“
Andreas: „Trotzdem aber ist man ja noch nicht so weit im Projekt drin, dass man schon alles genau weiß. Und selbst bei Abschluss...“
Simon: „Ja.“
Andreas: „...sind wir halt nicht sicher, dass wirklich alle Anforderungen auf dem Tisch liegen, weil Zeiterfassung ist komplex. Ich kann's immer wieder unterstreichen. Hören Sie sich auch gern dazu, wie gesagt, die letzte Folge zwei an. Ein Kunde kann möglicherweise gar nicht... also ein, ein Mensch überblickt möglicherweise gar nicht seine eigenen Anforderungen. Und das heißt, wir müssen damit rechnen, dass in Projekten neue Anforderungen unterwegs auftauchen und wir müssen dann trotzdem den Projekterfolg erzielen.“
Simon: „Mhm. Ja.“
Andreas: „Und dafür brauchen wir ein bisschen, ein bisschen, ja, Budget vielleicht. Und deswegen schreiben wir so als Erfahrungswert in Angebote ganz gern eine Position, die nennt sich dann Abrufbudget.“
Simon: „Ja.“
Andreas: „Und dieses Abrufbudget, das dann einfach so nach Erfahrungsgrad das, was, wir halt so wissen, was Kunden einer gewissen Größenordnung vielleicht dann brauchen, vielleicht ein, zwei, drei, fünf, acht Tage oder so was.“
Simon: „Ja, ja.“
Andreas: „Damit man einfach ein bisschen Kapazitäten hat, auf die man dann unkompliziert zurückgreifen kann, wenn das der Fall wäre. Genau, eine optionale Position ist das.“
Simon: „Optional, genau richtig. Okay.“
Andreas: „Und kann dann auch in Teilen nur abgerufen werden und nicht alles.“
Simon: „Ja, okay. Mhm. Ja, okay.“
Simon: „Mit Blick auf die Uhr, da verrät's uns auch schon...“
Andreas: „Haben wir gerissen schon.“
Simon: „Haben wir schon wieder gerissen. Okay, gut. Dann fasse ich noch mal ganz, ganz kurz zusammen, weil das natürlich für mich auch gerade der, der tagtäglich wirklich auch sich mit Kunden beschäftigt, mit Kundenwünschen, fasse ich noch mal kurz zusammen: Also grundsätzlich braucht man in der Regel keine Individualisierung.“
Andreas: „Genau.“
Simon: „...falls doch, müssen wir einmal schauen, ist das eventuell was, was man konfigurativ einstellen kann? Und wenn es darüber hinausgeht, dann haben wir auch weitere Strategien dazu im Rahmen der individualisierten Anpassungen. Aber dann muss man eben auch genau hinschauen: Ist es was, was vielleicht sogar für einen allgemeinen Funktionsumfang interessant wäre oder ist es was wirklich super Individuelles? Und dementsprechend können die Kosten dann auch hoch ausfallen.“
Andreas: „Ja, genau, das ist genau der Punkt. Und, ja, ich muss es auch noch mal jetzt, auch wenn wir es schon dreimal gesagt haben, ich muss es unterstreichen: Die allermeisten Projekte bei uns haben keine individuellen Anpassungen, Ausrufezeichen, doppelt unterstrichen. Ja, also dass das auch noch mal ganz klar hängen bleibt.“
Simon: „Sie merken schon, das haben wir schon oft gehört heute.“
Andreas: „Ja, genau.“
Simon: „Okay. Okay, super. Danke dir, Andreas.“
Andreas: „Ja, dann, um die zwanzig Minuten, habe ich gesagt, haben wir schon wieder locker gerissen heute. Wir verabschieden uns wie immer gerne mit dem Aufruf, dass Sie auch wenn Sie einen Themenwunsch haben, eine Anregung haben, uns auch gern kontaktieren können unter podcast@askdante.com, dass wir uns freuen, wenn Sie natürlich weiter dran bleiben auf den gängigen Streamingplattformen oder bei uns in der Mediathek. Und in diesem Sinne verabschieden wir uns aus Kiel. Tschüss.“
Simon: „Tschüss, machen Sie's gut. Bis zum nächsten Mal.“
Und ausstempeln. Lust auf mehr? Alle Podcast-Folgen finden Sie auf den gängigen Streaming-Plattformen oder auf www.askdante.com/Mediathek
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