#2 Kriterien einer Zeiterfassung
Sind alle Zeiterfassungssysteme gleich? Ganz sicher nicht! In dieser Folge sprechen Simon und Andreas, was man am Markt beobachten kann und wie man sich seiner idealen Lösung nähert.
Transkript:
Einstempeln. Ihr askDANTE Podcast rund um Zeiterfassung, Abwesenheiten, Schichtplanung und bessere HR-Prozesse. Der neue Arbeitstag beginnt.
Andreas: „Herzlich willkommen bei Folge 2 unseres neuen askDANTE Podcasts. Mein Name ist Andreas Jene.“
Simon: „Und hier ist Simon Hallen. Hallo.“
Andreas: „Hallo, ja. Heute ist das Thema unserer Folge die Kriterien bei der Auswahl einer Zeiterfassung. Simon, das hört sich erst mal sehr abstrakt an?“
Simon: „Ja, irgendwie schon. Schon auch ein bisschen. Aber auf der anderen Seite wollen wir gerne mit Ihnen darüber sprechen, ähm, was ist eigentlich so... ja, was sind so die entscheidenden Kriterien, worüber muss ich mir Gedanken machen? Und auch haben wir natürlich auch wieder einige, äh, kleinere, ähm, Insights, kleine Geschichten aus dem Nähkästchen mitgebracht. Wir sprechen über die größte Herausforderung eigentlich seit zehn Jahren und, äh, warum Anforderungen unterschiedlich sein können – sehr unterschiedlich zum Teil sogar. Wie nähert man sich den Anforderungen? Wie können wir dabei unterstützen? Warum sind Anbieter eigentlich unterschiedlich und was löst da askDANTE für Sie am besten?“
Andreas: „Genau. Und da ist das Thema, was du eben angesprochen hast, als Erstes ja diese große Herausforderung. Es, äh, hört sich ein bisschen mysteriös an.“
Simon: „Ein bisschen, ja.“
Andreas: „Da geht's uns eigentlich um diese Überladenheit dieses Begriffes Zeiterfassung. Und das hat auch... das hat eine ganz direkte Auswirkung im Markt, nämlich, dass es extrem schwer ist, Anbieter zu differenzieren, auseinanderzuhalten und zu gucken, was die eigentlich wirklich machen. Und in der Onlinesuche hat es die Schwierigkeit, dass die Sichtbarkeit halt irgendwie auch... irgendwie, ja, ganz schwierig durchzusetzen ist für gewisse Aspekte, weil halt jeder mit den gleichen Worten wirbt. Und wenn ich fünf Anbieter habe, die alle das Wort Zeiterfassung benutzen – okay. Aber wenn ich fünfzig Anbieter oder einhundertfünfzig Anbieter habe, dann weiß ich nachher einfach gar nicht mehr: Was für eine Zeiterfassung macht der denn eigentlich? Und da wissen wir, dass es sehr, sehr unterschiedliche Ausprägungen auch gibt, Simon.“
Simon: „Ja. Deswegen... also das führt uns so ein bisschen zu dem Gedanken, dass, ja, dieses Wort Zeiterfassung... du hast ja schon das Wort ‚überladen‘ benutzt. Äh, wir haben ja auch schon mal so ein bisschen, äh, formuliert: Die richtige Zeiterfassung wird Sie verändern. Aber natürlich ist die richtige Zeiterfassung für jeden eben auch was anderes. Und das leitet eigentlich schon ganz gut über, sodass wir ja verschiedenste Kunden aus den verschiedensten Branchen haben, in verschiedenen Größen. Also, äh, so ein bisschen aus dem Nähkästchen geplaudert, ne: Bei uns sind viele Kitas irgendwie, die Zeit... die Zeiterfassung, die Zeitwirtschaft über askDANTE machen. Da gibt's natürlich viele Teilzeitmodelle, viele unterschiedliche Anforderungen. Wir haben aber auch als Beispiel Fertigungsunternehmen, die haben dann irgendwie ein Mehrschichtsystem, Dreischichtsystem – Früh, Spät und Nacht und so weiter. Am Wochenende wird gearbeitet. Gleichzeitig haben die aber auch ein Servicecenter, die müssen Kern- und Rahmenarbeitszeiten in der Erreichbarkeit gewährleisten. Dann haben die vielleicht noch einen Außendienst, Standorte in verschiedenen Bundesländern, und die haben natürlich auch noch eine Verwaltung. Also da merkt man schon, das sind ganz unterschiedliche Anforderungen mit unterschiedlichen Menschen, und da stecken auch immer unterschiedliche Arbeitsrealitäten dahinter.“
Andreas: „Genau. Und die Reihe kann man ja unendlich fortsetzen, ne? Also die Kita ist anders als das Fertigungsunternehmen, ist anders als das Gastrounternehmen, ist anders als der Supermarkt, ist anders als und so weiter und so weiter und so weiter. Und alle benutzen das gleiche Wort. Und das erinnert mich dann an einen Vortrag, den ich mal im Rahmen eines Webinars – ich glaub, das war so etwa vor zwei Jahren – gehalten habe. Und da hatte ich dann das Webinar betitelt: ‚Sieben populäre Irrtümer bei der Einführung einer Zeiterfassung‘. Und der populärste und, ich glaube, der größte Irrtum, den es irgendwie geben kann, wenn man sich ein System aussucht oder wenn man irgendwie mit einer Erwartungshaltung rangeht, ist zu denken, dass das, was man selber erlebt und das, was man selber erwartet, das ist, was alle anderen Kunden auch erwarten. Und aus der Reihe dieser unterschiedlichen Branchen, unterschiedlichen Größen, unterschiedlichen Menschen, glaube ich, wird das auch ganz, ganz klar, dass das irgendwie so sein muss, weil das sind halt alles unterschiedliche Menschen, unterschiedliche Qualifikationen und so weiter. Und deswegen sage ich immer, wenn wir dann auch im Kundengespräch sind und wir vielleicht in der Beratung an irgendeinen Punkt kommen, wo der Kunde dann sagt: ‚Ja, aber das Problem müssen doch alle anderen auch haben.‘ Dann sage ich das vielleicht manchmal nicht so, aber ich denke mir dann auf jeden Fall: Wenn ich fünf Euro für jedes Mal bekommen hätte, wo mir ein Kunde diesen Satz gesagt hat, dann würde ich davon schon mal ganz gerne einen schönen Urlaub machen können. So, das glaube ich schon, dass das geht.“
Simon: „Okay, also das heißt, wir sprechen auch darüber. Es gibt manchmal vielleicht irgendwie eine Erwartungshaltung, wo wir dann aber ins Spiel kommen und das vielleicht so ein bisschen... du sagst ganz gerne so: ein bisschen bewegen oder auch noch mal durch konkrete, ja, Fragen, ähm, oder dass man sich das gemeinsam anguckt, noch mal abholt. Was will man denn wirklich damit erreichen und was bedeutet das denn eigentlich im Einzelnen? Das bringt uns eigentlich so ein bisschen dazu, jetzt mal auf die Seite zu gehen und zu sagen: Wie nähert man sich denn eigentlich seinen, ja, seinen Anforderungen? Also wie finde ich denn für mich heraus, was... was sind denn eigentlich so meine Kriterien, damit das Wort, dieses große Wort Zeiterfassung, denn auch wirklich zum Tragen kommt in meinem Unternehmen? Womit fängt es da deiner Meinung nach an?“
Andreas: „Ja, also ich glaub, da gibt es so Anforderungen auf ganz unterschiedlichen Ebenen. Und wir sind vor allem auch hier in so einem unausgesprochenen Bereich wieder. Und ich glaub, das ist so das Spannende und auch deswegen das Spannende heute, das mal auszusprechen. Wir leben ja heute auch in einer Welt, in der wir durch Konsumentenelektronik extrem stark geprägt sind. Also wir haben so eine Omniverfügbarkeit von allem und erwarten das natürlich auch in unserem beruflichen Umfeld. Und gleichzeitig haben wir dadurch auch das Gefühl, irgendwie so Dinge erwarten zu können, die auf eine gewisse Art und Weise funktionieren. Aber manchmal funktionieren Dinge halt auch in so einem beruflichen Umfeld halt irgendwie anders und unterliegen anderen Anforderungen. Und da sind wir dann schon bei... schon auf der technischen Ebene sind wir bei unterschiedlichen Wahrnehmungen vielleicht oder Anforderungen. Zum Beispiel habe ich ja eine Anforderung, dass meine Zeiterfassung immer und überall verfügbar ist. Okay, da sind wir bei Netzabdeckung vielleicht oder bei Verfügbarkeit von Online-Verbindungen – dass das auch robust ist. Wobei Robustheit ja nicht nur ein technischer Aspekt ist, sondern vielleicht auch ein funktionaler Aspekt ist, dass sie halt auch fehlerfrei ist. Und dann sind wir aber auch bei anderen Themen, zum Beispiel bei der Hardwareanforderung. Die muss halt da immer hängen. Also das ist halt Hardware, die hängt da halt immer. Das ist halt nicht irgendwie ein Handy, das zwischendurch mal an- und ausgemacht wird. Und das ist auch nicht ein Monitor, der nachts ausgeschaltet bleibt. Das ist halt Hardware, die da hängt, und die muss halt immer gehen. Und also, insofern würde ich sagen, so der extrem unterste Anforderungslevel, würde ich sagen, sind erst mal technische Anforderungen. Und wir haben ja auch schon in der Vorbereitung für heute festgestellt: Schon da kann man das sehr unterschiedlich lösen. Also setze ich, so wie wir das machen jetzt, auf eine Industrieelektronik, die halt langlebig ist, die vielleicht nicht immer dem neuesten ästhetischen Trend folgt, aber dafür kann ich halt in acht Jahren auch noch das kleine Display in einen kleinen Baustein austauschen. Und dafür kostet die vielleicht in dem Moment auch ein bisschen mehr, dafür geht die aber einfach. Oder setze ich da auf eine Lösung, die aus irgendeinem 3D-Drucker gefallen ist oder die vielleicht irgendwie auf einem iPad aufgesetzt ist, wo ich dann einfach vielleicht als Konsument denke: ‚Ja, das kann man doch so machen‘, aber wo halt ganz viele andere Sachen – sprechen wir noch nicht so von – von dieser typischen elektrischen Sicherheit, Abnahme von Geräten und diese ganze Betriebssicherheit und so weiter, sprechen wir noch gar nicht. Aber schon da kann man so unterschiedliche Lösungshöhen, will ich das mal nennen, sehen. Auch wenn das, glaube ich, der Bereich ist – ich glaub, da kannst du mir zustimmen –, über den wir mit Kunden kaum sprechen. Das ist eine Selbstverständlichkeit.“
Simon: „Sehr selten auf jeden Fall. Es kommen öfter mal Fragen, ja, das ist schon... ist schon wahr, gerade auch daraus resultierend. Du hast es eben angesprochen. Wir haben ja auch durchaus Interessenten bei uns, die nicht nur etwas einführen wollen, sondern die vielleicht auch etwas ablösen wollen. Und so dieses Thema: ‚Ja, und da... man kann sich da doppelt einstempeln und man sieht es aber erst am nächsten Tag‘ und so weiter. Über solche Dinge spricht man sehr selten, aber so was hören wir tatsächlich nicht so selten, dass es halt da irgendwelche Themen gibt. Oder man kann sich einstempeln und ausstempeln und irgendwie das Gerät weiß... aber gerade das eine Gerät weiß nicht, was... was an dem anderen Gerät passiert ist, wenn es zum Beispiel an beiden oder an mehreren Eingängen eines Unternehmens halt verschiedene Geräte gibt. Also all solche Dinge muss man tatsächlich bedenken.“
Andreas: „Genau. Und beziehungsweise... ja, bedenken ist halt so eine Sache, weil wir können ja nicht von den Kunden erwarten, dass sie im Prinzip alle diese Sachen wissen. Aber vielleicht heute auf jeden Fall die Nachricht an alle, die uns zuhören: Das gibt es tatsächlich. Also das ist schon etwas, was, würde ich sagen, auch eine Qualität einer Lösung ausmacht, dem halt zu Begegnen und auch in der Beratung so was dann halt abzufragen. Und wenn wir darüber sprechen, dass ein Kunde vielleicht auch ein Altsystem ablösen will, dann ist immer unsere erste Frage: Warum wollen Sie denn das alte System ablösen? Und da merkt man dann, ja, da spielen halt Themen rein, die sind für uns vielleicht irgendwie selbstverständlich, aber die... die drücken halt einen anderen Kunden und die bewegen jemanden dann auch wirklich dazu, ein System zu wechseln, weil es halt sonst hinten raus in der Nachbearbeitung und so weiter richtig wehtut. Und das ist ja nicht nur dieses Thema, zum Beispiel Kombination von unterschiedlichen Devices oder so, sondern es geht da vielleicht und auch ja immer wieder sehr stark in das Thema Usability.“
Simon: „Genau. Stichwort Usability. Ich habe gerade schon überlegt: Wir haben jetzt das... das Thema Technik vor allen Dingen angesprochen, aber Technik, die begeistert, das wünschen wir uns irgendwie alle. Aber Technik muss ja vor allen Dingen auch funktionieren. Und das ist so ein bisschen die Frage: Was sind denn eigentlich die... die Ziele auch, wenn... wenn wir jetzt über das Thema Einführung einer neuen Zeitwirtschaft, eines Zeiterfassungssystems eben darüber sprechen? Wie gut kenne ich eigentlich meine eigenen Anforderungen? Wie stelle ich das dar? Wie bilde ich das ab? Was können wir auch damit anfangen, und wie können wir im Prinzip unterstützen? Das bringt mich auch zum Thema, ne, Consulting-Ansatz. Wir... wir beraten viel in den Gesprächen. Wir haben schon auch das Gefühl, wir müssen schon auch gucken: Was ist denn eigentlich das Ziel? Was sind... was sind die... die Ziele unserer Kunden, damit das Projekt auch zu einem Erfolg wird? Ähm, wir werden nachher noch mal über... ähm, oder gleich noch mal über das Thema Einfachheit, äh, sprechen an anderer Stelle, aber... ähm, ist vielleicht ein Projektziel auch am Ende, Stichwort Usability, dass wirklich die Zeiterfassung eingeführt ist und... äh, sie nicht stört, also fast so ein bisschen unsichtbar irgendwie ist?“
Andreas: „Das wäre ja eigentlich gut.“
Simon: „...genau, richtig.“
Andreas: „Da hätten wir schon viel erreicht, würde ich sagen.“
Simon: „Ja, genau. Also dass sie... dass sie... dass sie irgendwie in Anführungsstrichen nicht nervt oder dass die Mitarbeiter sagen: ‚Ja, jawohl, das... das passt für mich und ich merk's eigentlich gar nicht in meinem Alltag.‘ Das kann zum Beispiel ein, ja ein... ein Ziel sein. Und ja, was können weitere Ziele sein, wie man sich so für die Zukunft vielleicht aufstellt? Was denkst du?“
Andreas: „Ja, also ich glaub, das ganze Thema... ähm, da geht's immer auch irgendwie darum, Unternehmensprozesse zu verändern, und es geht irgendwie auch um diese Frage: Was für ein Unternehmen möchte ich irgendwie eigentlich sein? Ähm, es kann also als Ziel das Thema Employer Branding geben, einfach auch als Arbeitgeber die Arbeitgebermarke zu stärken, indem man eben auch wirklich auf digitale Prozesse setzt und Mitarbeiter... für Mitarbeiter auch attraktiver wird, weil halt gewisse Verwaltungsprozesse nicht mehr angestaubt sind. Es kann Ziele geben, wo es um Verwaltungsprozesse, um Abrechnungsprozesse geht, wo ich dann das natürlich vordergründig habe, zu sagen: Ja, okay, ich habe keine Lust, jeden Monat stunden- und tagelang da zu sitzen und irgendwie Listen durchzuwühlen und mit meinem Steuerberater zu bekakeln. Es kann natürlich auch einfach sein, wirklich so prozessuale Schmerzpunkte – da sind wir beim Thema Altsystem – irgendwie zu beseitigen. Und da sind wir dann wirklich bei... bei so einem Blick auf Ziele, die erst mal mit dem Erfassungsprozess interessanterweise nicht so viel zu tun haben. Also wir sprechen halt immer von Zeiterfassung und das... ne, das geht doch um Erfassung. Aber tatsächlich sprechen wir, wenn wir über so Projekte sprechen, jedenfalls die, die wir machen, reden wir eigentlich fast immer über... ja, übergeordnete Ziele, die eben auch erreicht werden sollen. Und der Weg dahin, da haben wir's dann ja auch noch mal häufiger mit so einem Anforderungskatalog zu tun.“
Simon: „Das ist ja auch noch mal so eine spannende Beobachtung, die wir da haben, ne? Fast ein eigenes Thema für sich. Also so was kriegen wir durchaus auch regelmäßig, und dann sind es irgendwie... manche bezeichnen das ja, wir haben hier mal das Lastenheft oder das Pflichtenheft irgendwie rübergeschickt, und dann liest man sich das so durch und das ist fast so ein bisschen wie eine Checkliste von fachlich aufgeschriebenen Anforderungen, wo natürlich wir dann auch irgendwie sagen können: ‚Ja, Daumen hoch oder Daumen runter‘, oder meistens steht dann da irgendwie so: ‚Ja, aber‘ oder die Ampel auf Gelb sozusagen, ne? Also da muss man dann schon konkret drüber sprechen und sagen: ‚Ja, grundsätzlich, mhm, Arbeitszeitprofil können wir abbilden, aber was... was wollen Sie denn damit erreichen, wenn Sie sagen, und was ist denn hier mit den flexiblen freien Tagen und wie soll das abgebildet werden? Was ist denn das Ziel eigentlich dahinter?‘ Und das müssen wir uns dann eben ganz genau angucken. Aber ja, das hilft halt manchmal nur bedingt, und da müssen wir, glaube ich, einfach dann in den Dialog gehen und im Laufe der Zeit, im Laufe eines Projektes dann auch genau identifizieren: Sind das wirklich die... die Kriterien, die wir auch eins zu eins so abbilden können?“
Andreas: „Und ich merke auch hier, ich glaube, das wird so... ähm, der... der große Untertitel ist so ‚Die Erforschung des Unausgesprochenen‘ heute. Weil es geht natürlich auch da wieder darum: Was meine ich eigentlich in so einem Anforderungskatalog mit Worten, die ich in meinem Kontext halt einfach so kenne? Das ist ja manchmal auch nicht einfach der Arbeitskontext, den ich habe, sondern vielleicht auch einfach das, was ich aus einem alten System kannte. Da gibt es dann den Begriff Wochenplan. Das gibt's in askDANTE gar nicht. Kriegen wir als Anforderung rübergegeben und sagen wir: ‚Ja, okay, Wochenplan in der Form... nee, bei uns gibt's ein Arbeitszeitprofil.‘ Das ist aber eigentlich ein bisschen anders gemeint und, vielleicht als Schlussfolgerung daraus, ist vielleicht zu sagen, dass die Aufstellung eines Anforderungskataloges und, sozusagen auf dem Weg dahin, für sich selbst mal herauszufinden, was man eigentlich erreichen möchte, das sicherlich kein schlechter Weg ist, aber es entbindet mich in keinem Fall als Suchender, dann wirklich auch am Ende zu testen. Denn die Unternehmen, die bieten halt, und die Lösungen, die bieten halt ganz unterschiedliche Themen dann sozusagen hinter diesen... hinter diesen Worthülsen oder ganz unterschiedliche Lösungen. Und damit sind wir dann ja bei noch einem weiteren Punkt, nämlich: Warum sind eigentlich Anbieter und Lösungen so unterschiedlich?“
Simon: „Ja, das ist so ein bisschen so die... der... den Bogen, den wir jetzt eigentlich spannen wollen, so ein bisschen die Brücke, ne? Also wieso... wir haben ja nun auch, ähm, wir haben gesagt: ‚Ja, okay, was... was sind denn so Herausforderungen?‘ Und wir merken selber, ähm, du hast es auch schon mal gesagt, ähm, es... es kommen auch neue Anbieter dazu, andere schließen sich vielleicht zusammen, aber der... der Markt ist sehr breit und wir versuchen manchmal selber auch rauszufinden: Okay, wofür steht jetzt... wofür stehen die jetzt und was machen die anders, und wo passen wir da so in die Lücke rein? Das ist ja so ein bisschen das, was wir immer prüfen. Und ja, also was denkst du denn? Was... was kann man denn so von... von denen erwarten? Oder woher kommt das? Vielleicht mal auf der... auf der Ebene gefragt: Woher kommt das, dass die... dass die so... so unterschiedlich sind? Was... was ist da so deine Sichtweise?“
Andreas: „Ja, haben wir auch lange dran rumgeforscht, ne? Ja. Wir haben jetzt ja gerade im Marketing, auch in so einem Rebranding-Projekt, haben wir gerade uns auch noch mal sehr um die... um den Wettbewerb eben auch gekümmert und sind da ein bisschen tiefer reingegangen. Und das gemischt mit der Frage immer: Warum ist askDANTE eigentlich erfolgreich? Also wir haben ja einen Erfolg, und ganz viele Jahre habe ich mich gefragt: Warum ist denn das so? Und, ähm, was ist denn das jetzt Besondere an unserer Aufstellung? Und wenn jemand neu in das Thema Zeiterfassung reinkommt, dann stellt er oder sie sich vielleicht die Frage: Ja, wieso kann man in der Zeiterfassung überhaupt eine besondere Aufstellung haben? Und eine der Antworten, die wir da gefunden haben, ist, dass die Anbieter mit ihren Lösungen schon von ihrer Aufstellung her – ich bezeichne es mal so als von ihrer Unternehmensgenetik her – ganz, ganz, ganz unterschiedlich aufgestellt sind. Da haben wir zum Beispiel einen Anbieter, der ist vielleicht ein Start-up und fremdfinanziert. Ein fremdfinanziertes Start-up muss wachsen, um halt Wachstumsziele zu erreichen. Dafür muss ich skalieren. Wenn ich skalieren muss, dann darf ich keine Funktionen anbieten, die zu erklärungsbedürftig sind. Das ist ja in Anführungsstrichen ein Fehler, den wir bei askDANTE hier haben, ja. Also ein Konstruktionsfehler, wenn man so will. Also die... ja, das hört sich ein bisschen komisch an, aber tatsächlich, also Skalierbarkeit hängt halt davon ab, dass ich's nicht erklären muss. So, und das heißt in der Folge: Ein Unternehmen, das skalieren muss, kann keine komplexen Funktionen anbieten, weil je komplexer das ist, desto schlechter kann ich halt skalieren. Je komplexer und je feinteiliger ich Dinge mache, desto weniger kann ich international gehen. Also wenn... nur einfach mal so als Gedankenmodell: Wenn ich ein Start-up bin, komme ich halt vielleicht in so eine Situation rein. Wir haben einen Wettbewerber gesehen, der kommt historisch aus dem Elektronikumfeld. Wenn ich ein Unternehmen bin, das eine Historie im Elektronikbereich hat, ja, dann verkaufe ich natürlich Elektronik- und keine SaaS-Lösung. Dann komme ich irgendwie im Mantel des SaaS daher, aber dann mache ich natürlich trotzdem... erst mal will ich meine Elektronik, meine Hardware verkaufen. Wir haben andere – und das... da gibt's ja auch viele von –, die Zeiterfassung mehr oder weniger so nebenher machen. Also sei es in einer Agentursoftware oder in einer HR-Management-Software vielleicht. Da ist Zeiterfassung dann so ein Bypass-Produkt. Aber man merkt halt, die Tiefe da ist... 80/20 sagt man, ne, also so Pareto-Prinzip. Wir wissen aber auch, dass die letzten zwanzig Prozent, die dann nachher hier fehlen in der Funktion, das sind, was halt richtig wehtut und was auch richtig aufwendig ist. Und dann gibt's natürlich auch noch welche, die haben Zeiterfassung in Kombination mit Projekten. Dann gibt's welche, die haben Zeiterfassung in Kombination mit Maschinendatenerfassung oder wieder welche, die auch gleichzeitig das an Zutrittssysteme koppeln. Und wenn ich mir das alles vorstelle, dann merke ich eigentlich erst, wie unterschiedlich diese Palette ist. Alle werben also auf der Anbieterseite mit dem gleichen Wort: Zeiterfassung. Und alle Kunden aus allen Branchen mit allen Kulturen kommen mit einem Wort, und zwar Zeiterfassung. Und diese beiden Seiten zusammenzubringen, ist halt nicht so einfach. Also und das führt in der Folge zu einer Überforderung der Kunden und zu dem hohen Risiko, dass ich mich halt auch für den Falschen entscheide. Und jetzt wieder Rückkopplung zu dem, was du vorhin auch schon gesagt hast: Die richtige Zeiterfassung wird Sie verändern. Werden wir auch auf der Messe angesprochen: ‚Warum brauche ich denn jetzt die richtige Zeiterfassung?‘ Oder provokant gefragt: ‚Habe ich jetzt etwa die falsche?‘ Darum geht's ja nicht für uns, sondern es geht nur darum: Ja, du musst eben auch das richtige Angebot haben und den richtigen Anbieter, damit das bei dir halt richtig aufgeht. Und am Ende kommt alles immer wieder dahin: So, wir brauchen eine kompetente Beratung und wir brauchen auch die Bereitschaft zu testen. Nur dann kann ein Projekt aufgehen.“
Simon: „Ja, genau. Und das geht jetzt so ein bisschen in die Richtung. Also erst mal danke für diese spannenden Insights auch noch mal so ein bisschen aus der... aus der Marktanalyse irgendwie. Das ist natürlich auch bestimmt interessant, wenn Sie jetzt uns so zuhören und sagen: ‚Ja, okay, worauf wollen die eigentlich hinaus?‘ Wir wollen an der Stelle ja einfach auch gerne noch mal sagen: Was vertreten wir denn, ne? Die richtige Zeiterfassung wird Sie verändern. Ja, das sagen wir irgendwie so. Und es ist jetzt nicht so, dass wir sagen: ‚Ja, wir kriegen das alles immer schon irgendwie hin‘, sondern wir gucken uns natürlich – und das ist auch so ein bisschen aus unserer Historie geschuldet – wir gucken uns natürlich individuell auch die Anforderungen an, ne. askDANTE kommt ja aus... wir kommen ja eben aus der individuellen Softwareentwicklung, und dementsprechend setzen wir uns halt hin und wir gucken uns natürlich auch einen Anforderungskatalog an und sagen: ‚Okay, hey, die Themen, die könnten wir so abbilden, aber darüber müssen wir noch mal sprechen und das müssen Sie vielleicht mal testen.‘ Also das ist ja so ein bisschen unser Ansatz, da individuell auch ranzugehen und ja, so ein bisschen dieses beratende Element. Am Ende des Tages, ja, das... da möchte ich dich gerne noch mal zitieren... habe ich mir auch so auf der Website noch mal genau angeguckt, dass du gesagt hast: ‚askDANTE ist irgendwo auch für Menschen gemacht.‘ Also am Ende ist es ja so, dass wir vor allen Dingen auch die... mit unserer Art, Projekte auch umzusetzen, die Anwender abholen wollen. Und das ist im Prinzip ein Teil unseres Ansatzes, dass wir es irgendwie manchmal sogar, wenn man sagt, wir reduzieren das halt auf diese zwei Knöpfe, die du da siehst: Das grüne Türchen ist einstempeln, das rote Türchen ist ausstempeln...“
Andreas: „Ja, genau. Und gleichzeitig würd ich sagen, du sprichst jetzt wieder etwas aus, wo alle sagen würden: ‚Ja, das würd ich ja so erwarten‘, oder da... da... da denkt man nicht so drüber nach. Aber da ist auch einfach unser Aufruf, ähm, wenn man sich mit so etwas, ähm, auseinandersetzt: Ja, schauen Sie sich dann eben auch unter dieser Fragestellung eben auch Lösungen an. Also ist... äh, ist der Prozess im Vordergrund oder ist der Mensch im Vordergrund? Das hört sich banal an, aber schon bei der Aufstellung einer Lösung können da unterschiedliche Ergebnisse halt rauskommen. Und ich glaube, unsere Stärke ist das, was du eben auch sagtest, Simon, eben diesen Mix aus Beratung dann auch auf diesen... auf den Menschen hin und dann auch auf das Projektziel hin das zu kombinieren. Also diesen Beratungsansatz zu kombinieren mit der Cloud-Thematik, damit auch ein SaaS-Anbieter trotzdem zu sein, ohne Beratungsgeschäft generieren zu wollen. Ich glaube, das ist der Grat, auf dem wir so bei askDANTE wandeln. Und was dann am Ende auch das ist, was, ähm, honoriert wird von den Kunden. Ich schau jetzt mal ein bisschen auf die Uhr. Wir haben unsere zwanzig Minuten schon wieder locker gesprengt. Das ist eigentlich auch ein Thema für eine Doppel- oder... für eine Doppelfolge oder für eine Trilogie eigentlich. Also über dieses Thema könnten wir, glaube ich, sehr lange philosophieren. Ja, von dir noch letzte Worte, Simon?“
Simon: „Es ist nicht einfach, es sieht nur einfach aus. Das habe ich mir hier noch mal aufgeschrieben, das wollte ich auch noch mal teilen. Also, ähm, es... es rundet noch mal so ein bisschen ab, was wir auch oft in... in... in Webinaren hören, äh, wenn man dann Dinge erklärt, die Oberfläche zeigt, und das ist, glaube ich, auch ein... ein gutes Schlusswort irgendwie. Für die Anwender soll's irgendwie einfach aussehen, und was dann da im Hintergrund wirklich passiert, dafür sind wir dann eben zuständig. Das ist so unser... unser askDANTE-Ansatz sozusagen.“
Andreas: „Genau. Also wir hoffen, dass wir Ihnen heute wieder ein paar spannende Einblicke oder ein paar Gedankenanregungen mitgeben konnten, auch aus unserem... aus unserer Lebensrealität, wenn wir von Realitäten sprechen, ne? Und würden uns natürlich freuen, wenn Sie, ähm, uns zu dem Podcast oder auch wenn Sie andere Ideen, Anregungen oder Themenwünsche haben, schicken Sie uns gerne eine Mail an podcast@askdante.com. Ansonsten freuen wir uns natürlich auch, wenn Sie uns gewogen bleiben, vielleicht den Podcast abonnieren und weiterhin anhören auf allen gängigen Streamingplattformen. Und in diesem Sinne verabschieden wir uns in Kiel aus dem Studio.“
Simon: „Genau. Bis zum nächsten Mal.“
Andreas: „...bis zum nächsten Mal. Macht's gut. Tschüss.“
Simon: „Tschüss.“
Und ausstempeln. Lust auf mehr? Alle Podcast-Folgen finden Sie auf den gängigen Streaming-Plattformen oder auf www.askdante.com/Mediathek
:quality(60))