Sabbatical - Richtig organisieren und Potenziale nutzen

Ein Jahr lang das tun, was einem wichtig ist. Laut Forsa-Umfrage sehnten sich 2013 etwa 57 Prozent der Arbeitnehmer nach einer Auszeit. Wie Arbeitgeber ein solches Sabbatical organisieren können und welche Vorteile es bringt, lesen Sie hier

Sabbatical

Warum ein Sabbatical?

Eine Auszeit nehmen. Das wurde in Deutschland lange mit großer Skepsis begegnet. Wer einen längeren Sonderurlaub beantragen wollte, galt schnell als schwach und überfordert. Inzwischen bieten viele Unternehmen ihren Mitarbeitern die Möglichkeit an, ein Sabbatical einzulegen. Damit kommen sie vor allem den Bedürfnissen junger, hochqualifizierter Fachkräfte entgegen, denen neben der Karriere vor allem die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wichtig ist. Eine klassische Form des Sabbaticals ist die Elternzeit. Doch Gründe für eine Auszeit sind vielfältig. Die einen möchten sich persönlich weiterentwickeln und machen eine Weltreise. Andere konzentrieren sich auf eine berufliche Weiterbildung oder absolvieren ein Studium. Und wieder andere haben ihre Inspiration und Kreativität verloren und brauchen (zum Beispiel nach einem Großprojekt) Zeit, um neue Energie zu tanken.

 

Welche Vorteile bietet ein Sabbatical für den Arbeitgeber?

Tatsächlich bietet eine solche Auszeit auch für die Unternehmen große Vorteile. Statt zu kündigen kehren Arbeitnehmer in ihren alten Job zurück. Und zwar mit neuer Motivation und Schaffenskraft. Die Mitarbeiter haben sich während des Sabbaticals weiterentwickelt und Erfahrungen gesammelt oder kommen mit neuen Qualifikationen zurück, die Sie für Ihren Betrieb nutzen können. Sie sind nach ihrer Pause oft stressresistenter und haben neue Perspektiven gewonnen, die sie in ihrem beruflichen Alltag einsetzen können. Zudem sind sie aufgeschlossen für Neues und können leichter Entscheidungen treffen.

 

Wie wird ein Sabbatical organisiert und finanziert?

Die Planung sollte mindestens ein Jahr vor der geplanten Auszeit beginnen. Immerhin müssen Arbeitgeber für diese Zeit einen qualifizierten Ersatz finden. Zudem muss ein Vertrag zwischen den Parteien geschlossen werden, der die Dauer und die Bedingungen der Rückkehr nach dem Sabbatical regelt.


Zur Finanzierung haben sich drei Modelle bewährt:

  1. Lebensarbeitszeitkonto
  2. Teilzeit-Modelle
  3. unbezahlter Urlaub


Die letzte Option des unbezahlten Urlaubs birgt für den Arbeitnehmer erhebliche Nachteile. Er ist nur in den ersten vier Wochen sozialversichert und muss sich danach selbst darum kümmern. Fehlende Einnahmen müssen durch eigene Ersparnisse und drastische Einschränkungen bei den Ausgaben ausgeglichen werden.


Beim Lebensarbeitszeitkonto werden alle Überstunden und nicht in Anspruch genommene Urlaubstage gesammelt und für einen mehrmonatigen Sabbatical genutzt. Das Gehalt läuft in voller Höhe weiter und auch die Sozialversicherungsbeiträge werden weiterhin vom Arbeitgeber bezahlt. Für Unternehmen ist dieses Modell bei starken konjunkturellen Schwankungen attraktiv, denn es müssen in schwachen Zeiten keine Fachkräfte entlassen werden.


Noch beliebter sind jedoch Teilzeitmodelle. Der Angestellte arbeitet über einen bestimmten Zeitraum zwar 40 Stunden, bekommt aber z.B. nur 25 Stunden bezahlt. Die unbezahlten Stunden fließen auf ein Zeitwertkonto und werden während des Sabbaticals abgebaut, bei fortlaufender Auszahlung des Gehalts.


Mit einem elektronischen Zeiterfassungssystem wie askDANTE ist das Ansparen dieser Arbeitsstunden einfach und unkompliziert organisiert. Zudem werden der gesetzliche Urlaubsanspruch, der auch während eines Sabbaticals bestehen kann, automatisch im Stundenkonto verrechnet. Gesonderte Vereinbarungen im Krankheitsfall können ebenfalls im Arbeitszeitkonto berücksichtigt werden. Bitte beachten Sie zusätzlich die gesetzlichen Vorschriften für Zeitwertkonten.

 

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Foto: Forest Cavale (unsplash.com)

Schlagwörter
Auszeit, Generation Y, Sabbatical, Wertewandel, zeiterfassung, Zeiterfassung

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