Jobsharing - Arbeitszeit richtig organisieren

Zwei Mitarbeiter teilen sich eine Vollzeitstelle und arbeiten eng als Team zusammen. Jobsharing bietet gegenüber der klassischen Teilzeit große Vorteile. Beliebt vor allem in der Führungsebene.

Jobsharing

Jobsharing wird in Deutschland immer beliebter. Gut 11,1 Prozent der Unternehmen hierzulande nutzen nach einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (2013) dieses Arbeitszeitmodell aus familienfreundlichen Gründen. 74 Prozent der Personalverantwortlichen sehen darin eine Option für das Teilen einer Führungsposition.

 

Was ist eigentlich Jobsharing?

Beim Jobsharing besetzen (üblicherweise) zwei Mitarbeiter eine Vollzeitstelle als Gemeinschaft. Die Partner können dabei selbstständig ihre jeweilige SOLL-Arbeitszeit untereinander bestimmen. Da Aufgabenbereiche und Verantwortung geteilt werden, muss dieses Tandem gut zusammenarbeiten können. Ausgeprägte kommunikative und organisatorische Fähigkeiten sind besonders wichtig. Entscheidungen werden in den meisten Fällen gemeinsam getroffen. Daher sind Jobsharing-Stellen in der Regel nicht ausgeschrieben, sondern entstehen durch Eigeninitiative derjenigen Mitarbeiter, die sich einen Arbeitsplatz teilen wollen. Das Modell kommt nicht nur für Eltern in Frage, die zugunsten der Familie ihre Arbeitszeit für eine kurze Periode reduzieren. Jobsharer wollen einen verantwortungsvollen Job, den sie flexible und lebensphasenfreundlich gestalten können.

 

Jobsharing für mehr Freiheit

Aber wozu überhaupt Jobsharing? Reicht die klassische Teilzeit nicht aus? Nein, das tut sie nicht. Mitarbeiter, die sich für Jobsharing entscheiden, besetzen in der Regel eine Stelle mit viel Verantwortung oder komplexen Tätigkeiten, die sich nicht auf zwei separate Stellen aufsplitten lassen. Sie wollen ihre Arbeitszeit reduzieren ohne ihre qualifizierte Tätigkeit aufgeben zu müssen.
Mit diesem Arbeitszeitmodell werden Stellen teilzeittauglich, die es vorher nicht waren.

Jobsharing liegt im Trend, denn immer mehr Menschen wünschen sich mehr als nur Jobs, die sie bis zur Rente in Vollzeit besetzen. Stattdessen soll die Arbeitszeit flexibel an die unterschiedlichen Lebensphasen anpassbar sein. Das kann im klassischen Sinne für die Familiengründung sein. Aber auch ein Studium, andere Projekte, soziales bzw. künstlerisches Engagement oder ein Kürzertreten am Ende des Arbeitslebens sind Gründe, die Arbeitszeit für zu reduzieren.

Jobsharing hat auch klare Vorteile für die Unternehmen. Mitarbeiter in Teilzeit sind meist zufriedener und produktiver. Zudem entstehen Synergien zwischen den Tandem-Partnern, denn man profitiert gegenseitig vom Knowhow und den Stärken des anderen. Die intensive Zusammenarbeit befruchtet neue Ideen und fördert das Lernen voneinander. Fehlerquellen werden minimiert, da das Vier-Augen-Prinzip in den meisten Fällen zur Anwendung kommt. Zudem reduzieren sich die Kosten im Krankheitsfall und es ist immer eine gut informierte Urlaubsvertretung da. Beim generationsübergreifenden Jobsharing profitieren junge Nachwuchskräfte von der Erfahrung ihres älteren Tandem-Partners.

 

Arbeitszeiten im Jobsharing-Tandem perfekt organisieren

Wer mit einem Kollegen seinen Arbeitsplatz teilen will, sollte gut vorbereitet sein. Zuerst muss abgeklopft werden, ob man mit dem Partner gut zusammenarbeiten kann. Denn im Tandem müssen sich Beide gegenseitig vertrauen und aufkommende Schwierigkeiten klären können. Kritik- und gute Kommunikationsfähigkeiten sind für diese Art des Teamworks unablässig. Zudem sollte geklärt werden, wie die Arbeitsteilung aussehen wird, wer wann vor Ort ist und wie lange die Partnerschaft dauern soll.

Damit Jobsharing erfolgreich wird, bedarf es guter Planung und Organisation. Das gilt auch für die Verwaltung von Arbeitszeiten und Urlaubsplanung. Zudem müssen fakturierbare Leistungs- und Projektzeiten für Kundenaufträge leicht und ohne große Zettelwirtschaft erfasst werden können. Eine Zeiterfassungs-Software wie askDANTE erleichtert die Verwaltung und verschafft dem Tandem-Partner jederzeit und von überall einen schnellen Überblick. Egal ob im Büro oder im Homeoffice.

Wie oben erwähnt, werden beim Jobsharing die Soll-Stunden unter den beiden Partnern aufgeteilt. In der Praxis kann die Arbeitszeit zum Beispiel so gesplittet sein, dass der eine in der ersten Wochenhälfte arbeitet und der andere in der zweiten. Am Mittwoch gibt es dann einen Korridor, in dem beide Mitarbeiter im Büro sind. Die perfekte Zeit für die Übergabe und Besprechung von Projekten. Andere Jobsharer teilen sich monatsweise die Arbeitszeit auf. Zum Beispiel indem der eine in dem einen Monat weniger arbeitet und der andere mehr und dann gewechselt wird. Eine Zeiterfassungs-Software muss in diesem Fall so flexibel sein, dass die Umverteilung der Soll-Stunden mit wenig Aufwand möglich ist.

Der Anteil der monatlichen Soll-Stunden wird bei askDANTE einfach in das jeweilige Arbeitszeitkonto des Mitarbeiters eingetragen. Kommt es zu einer Umverteilung dieser Stunden können die Soll-Stunden für diesen Zeitraum mit wenigen Klicks angeglichen werden. Umständliche Rechnerei zwischen IST- und SOLL-Stunden sowie Überstunden entfällt und jeder hat die Möglichkeit, seinen aktuellen Status zu kontrollieren. Fakturierbare Leistungs- und Projektzeiten werden mit einem Klick gleich mitgemessen.

Auch die Urlaubsplanung muss mit dem Partner geklärt werden. Vor allem wenn die ganze Arbeitswoche über mindestens einer der beiden anwesend sein muss. Der Urlaubsantrag kann übrigens direkt über askDANTE an den Personalverantwortlichen zur Freigabe gesendet werden, ohne zusätzlichen Papierkram.

 

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Bild: Matthew Wiebe (unsplash.com)

Schlagwörter
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