Amorphe Arbeitszeit: Gleitzeit besonders flexibel

Mitarbeiter, die ihre Aufgaben dann erledigen, wenn sie am produktivsten sind. Personal, das nicht seine Zeit absitzt, sondern verfügbar ist, wenn es gebraucht wird. Für viele ist das noch ein Traum. Warum flexible Arbeitszeiten so im Kommen sind.

Amorphe Arbeitszeit

Was bedeutet amorphe Arbeitszeit?

Starre Arbeitszeiten in Berufen, in denen sie nicht notwendig sind, werden in Zukunft immer mehr auf dem Rückzug sein. Noch arbeiten viele Arbeitnehmer in festen Strukturen, doch neue Technologien und der weltweite Konkurrenzdruck machen eine Flexibilisierung der Arbeitszeit notwendig. Das Vereinbaren einer amorphen Arbeitszeit kann daher für beide Seiten attraktiv sein. Bei dieser Form der Gleitzeit wird ausschließlich das Volumen der Arbeitszeit festgelegt, das der Arbeitnehmer innerhalb eines bestimmten Zeitraums erfüllen muss. Hier ist eine wöchentliche, monatliche oder jährliche Periode möglich. Die konkrete Verteilung der Arbeitsstunden wird offengelassen und nur durch die geltenden Arbeitszeit- und Arbeitsschutzgesetze beschränkt.

 

Ist grenzenlose Flexibilisierung der Arbeitszeit sinnvoll?

Arbeiten wir in der Berufswelt von Morgen vollkommen flexibel und verschafft uns das die Freiheiten, die wir uns wünschen? Die Zukunft der Arbeit wird aktuell heiß diskutiert. Denn viele Aufgaben können heute von überall und zu jeder Zeit erledigt werden. Mit allen bekannten Risiken, die damit verbunden sind. Dazu gehören die ständige Erreichbarkeit und der niemals eintretende Feierabend, der Stress für die menschliche Psyche bedeutet. Neue Freiheiten heißen für den Arbeitnehmer von morgen auch mehr Verantwortung und Selbstdisziplin. Arbeitgeber müssen sich aus der traditionellen Rolle des Dienstherren begeben. Auf der Habenseite erwarten Experten jedoch einen Anstieg der Produktivität sowie eine bessere Anpassung an die Erfordernisse eines globalen Handels, der weltweit agierende Teams bzw. Kunden in unterschiedlichen Zeitzonen mit sich bringt. Zudem können starre Arbeitszeiten schwankenden Kapazitätsanforderungen schwer auffangen. Eine amorphe Arbeitszeit ist nur eines von vielen Modellen, die diese Anforderungen stemmen kann. Denn sie bedeutet nicht nur mehr Zeitsouveränität für den Arbeitnehmer bei gleichzeitiger Kalkulierbarkeit seines Einkommens, sondern auch höhere Flexibilität in der Personalplanung.

 

Digitale Zeiterfassungssysteme werden unabdingbar

Die wichtigste Ressource des Menschen, ist seine Zeit. Diese muss er sinnvoll auf all seine Lebensabschnitte und -pläne verteilen. Dazu gehören nicht nur die Karriere, sondern auch Familie und Selbstverwirklichung. Gerade die jüngere Generation ist das wichtig. Auch Unternehmen sind bei zunehmenden Konkurrenzdruck darauf angewiesen, dass ihre Mitarbeiter ihre Arbeitszeit möglichst effektiv nutzen. Dies funktioniert nicht durch Druck, sondern durch einen fairen Umgang beider Seiten mit der Zeit, die in das Unternehmen und seine Produkte investiert wird. Klare Vereinbarungen helfen, Vertrauen und das Gefühl von Gerechtigkeit zu schaffen. Eine elektronische Arbeitszeiterfassung ist dabei mehr als nur ein Kontrollinstrument. Sie ermöglicht einen klaren Überblick über die verrichtete Arbeitszeit und dient im Streitfall als Beleg. Zudem ist sie für den Mitarbeiter ein gutes Instrument zur Selbstkontrolle und Motivation, denn am Ende des Tages weiß er anhand der Zahlen, wieviel er geschafft hat. Für Unternehmen schafft eine elektronische Zeiterfassung Planungssicherheit, Kalkulierbarkeit und Vertrauen.

 

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Bild: margot pandane (unsplash.com)


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