Blog für Digitalisierung und Arbeiten 4.0

Jede Generation verändert die Welt – zumindest ein Stück. So auch die heute 20- bis 30jährigen, die mit der digitalen Revolution aufgewachsen sind und die Arbeitskultur nachhaltig verwandeln.

Generation Y: Und nun?

Längst lassen sich junge, gut qualifizierte Fachkräfte nicht mehr nur mit hohen Gehältern und Karrierechancen locken. Die Ansprüche der heutigen Berufseinsteiger scheinen hoch: Sie wollen sich in ihrem Job wohlfühlen, fordern Fairness und sind davon überzeugt, dass sich Leben, Familie und Beruf in Einklang bringen lassen. Die Unternehmen müssen umdenken, denn für die sogenannte Generation Y haben die noch immer weit verbreiteten Nine-To-Five-Jobs mit festen Arbeitszeiten und Büro im Unternehmen längst ausgedient.

Da reiben sich manche Betriebe die Augen und empfinden die Forderungen der Jungen nach flexiblen Arbeitszeiten und alternativen Arbeitsformen wie Co-Working, Patchwork-Jobbing oder dem gelegentlichen Starbucks-Büro gar als Rebellion gegen die über Jahrzehnte entwickelten Workflows und Wertschöpfungsprozesse. Doch wer im Wettbewerb um die besten Fachkräfte nicht in die Röhre gucken will, der kann den kulturellen Wandel der Arbeitswelt nicht ignorieren.

Individualität und Selbstbestimmung stehen bei der Generation Y noch deutlicher im Vordergrund als bei den vorherigen Generationen. Das heißt:

    • Sicherheit und Geld verdienen ist ihnen zwar wichtig, doch im Job wollen sie sich weiterentwickeln, Neues kennenlernen und projektbezogen arbeiten statt nur eine vorgegebene Zeit abzusitzen.
    • Der digitale Wandel hat ihnen beigebracht, dass man viele Aufgaben nicht nur im Büro, sondern von jedem Ort auf der Welt aus erledigen kann.
    • Eine rasendschnelle Fortentwicklung und immer neue Innovationen zeigen ihnen, dass sie sich ständig weiterbilden müssen, um nicht den Anschluss zu verlieren.
    • Die Flexibilisierung der Lebensarbeitszeit, um zum Beispiel für eine bestimmte Dauerin Teilzeit zu arbeiten und nebenher eigene Projekte voranzutreiben oder eine Familie zu gründen, ist für sie längst keine Utopie mehr, sondern Teil ihres Selbstverständnisses.

Unternehmen sollten daher ihren jungen Mitarbeitern zuhören und sie aktiv bei der Gestaltung einer neuen Arbeitskultur einbinden.

Viele Betriebe jedoch scheuen davor zurück, sich ganz auf die Bedürfnisse der jungen Menschen einzulassen. Sie fürchten, dass alternative Arbeitsformen…

    • ein Produktivitätskiller sind und etablierte Workflows zerstören.
    • die Grenzen zwischen Beruf und Freizeit verschwimmen lassen, zu Lasten der Gesundheit der Mitarbeiter.
    • dem sozialen Umgang innerhalb der Belegschaft schaden, wenn Mitarbeiter nicht mehr im Büro arbeiten.
    • Kosten verursachen, die unüberschaubar sind.
    • etablierte Führungsmethoden hinfällig machen.

Der letzte Punkt lässt sich tatsächlich nicht entkräften. Denn arbeiten 4.0 fordert neue Führungsmethoden, um auch in Zukunft effizient Wertschöpfungsprozesse und Teams anzuleiten. Dagegen stehen jedoch mehr Flexibilität und Motivation der jungen Mitarbeiter, die sich als Fachkräfte und in ihrer Lebenswirklichkeit ernst genommen fühlen.

Unternehmen sollten sich schon jetzt diesem Wandel stellen und klare Regeln aufstellen, wie in Zukunft in ihrem Betrieb gearbeitet werden soll. So können zum Beispiel Präsenzzeiten vereinbart werden, zu denen sich Teams mit Home- und Coworkern persönlich im Betrieb treffen, um Projekte und Aufgaben zu besprechen. Vorbehalte sollten mit den Mitarbeitern auf Augenhöhe besprochen werden, ohne sich vor Neuem zu verschließen.

Arbeitszeit und digitaler Wandel

Eine vollständige digitale Arbeitswelt – auch New Work oder arbeiten 4.0 genannt – kommt nicht ohne digitale Unterstützung aus. Software hat in den letzten Jahrzehnten Unternehmensprozesse um ein Vielfaches beschleunigt, nun kommen zudem Vernetzung und Mobilität dazu. Doch wie wirkt sich das auf den Wert von Arbeitszeit aus, wenn der Tag nicht mehr von Dienstantritt, Mittagspause und Feierabend geprägt ist?

Das elektronische Arbeitszeitkonto setzt sich als bewährtes HR-Instrument immer weiter durch. Denn es macht flexible Arbeitszeiten nicht nur verwaltbar, sondern sorgt für Transparenz und Fairness zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern. Zudem eröffnet es weitere Controlling-Möglichkeiten, die eine effiziente Optimierung der Arbeitsprozesse möglich machen.

von | 09.02.2017

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Bild: Jared Sluyter / Unsplash

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