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Während die einen früh morgens um sechs fit aus dem Bett springen, brauchen andere einige Stunden, um richtig wach zu werden. „social jetlag“ heißt das Phänomen, wenn die innere Uhr nicht mit dem Arbeitsrhythmus zusammenpasst.

Der Mythos, dass produktive und „fleißige“ Menschen morgens früh aufstehen, ist weit verbreitet und spiegelt sich in den üblichen Arbeitszeiten wieder. Doch wissenschaftlich gesehen ist das Blödsinn, denn die innere Uhr ist bei jedem Menschen individuell ausgeprägt. Schuld daran sind die Gene.

Jeder Zweite arbeitet gegen seinen Biorhythmus

Wissenschaftler schätzen, dass jeder Zweite Deutsche mit einem sogenannten „social jetlag“ lebt, also gegen seine persönliche innere Uhr anarbeitet. Das hat Folgen. Denn Spätaufsteher können morgens nicht so produktiv sein wie Frühaufsteher und drehen erst in den Abendstunden voll auf. Wer die Möglichkeit hat, sollte daher die Arbeitszeit nach seinem individuellen Tagesrhythmus ausrichten. Durch flexible Arbeitszeiten können Arbeitgeber ihre Mitarbeiter dabei unterstützen, dass diese je nach Chrono-Typ ihre maximale Leistungsfähigkeit und ihr volles kreatives Potenzial abrufen können.

Produktivphasen trotz fester Arbeitszeiten nutzen

Nicht immer ist eine Flexibilisierung der Arbeitszeit möglich. Doch sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer können mit folgenden Maßnahmen die Produktivität erhöhen:

1. Eine Verschiebung der üblichen Kernarbeitszeit um ein oder zwei Stunden kann dabei helfen, dass Spätaufsteher morgens insgesamt fitter sind.

2. Der Arbeitstag sollte so strukturiert werden, dass wichtige Aufgaben und Kundegespräche in die beste Produktivphase fallen

3. Routineaufgaben können in den schwachen Zeiten erledigt werden

Ein Gespräch mit dem Arbeitgeber kann sich für beide Seiten lohnen, denn am Ende sollte das Ergebnis stehen und nicht die Zeit, zu der die Arbeit erledigt wurde.

von | 19.10.2017

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