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Ungewöhnliche Zeiten brauchen ungewöhnliche Mittel, so lautet ein altes Sprichwort. Vor allem im Puncto Digitalisierung tun sich viele mittelständische Unternehmen noch schwer, weil die richtigen Erfahrungswerte fehlen. Kann ein disruptives Management da helfen?

Was bedeutet disruptiv?

In seiner einfachsten Bedeutung umfasst der Begriff „disruptiv“ etwas, was das Denken der Menschen verändert. Im wirtschaftlichen Sinne zerstört Disruption alte Geschäftsmodelle und Märkte durch eine stark wachsende Innovation und kann so das Gesicht einer ganzen Industrie verändern. Der disruptivste Bereich der Wirtschaft ist die StartUp-Szene. Neue Produkte und Innovationen von dort verändern unsere Art zu denken und zu leben. Doch wie lässt sich das auf das Management der digitalen Arbeitswelt übertragen?

Die alte Arbeitswelt ist tot

Die digitale Arbeitswelt oder vielmehr der Prozess dorthin ist geprägt von einer neuen Art und Weise, die Strukturen im Unternehmen zu organisieren. In den meisten Fällen wird die Transformation zu einem digital agierenden Betrieb dadurch gehemmt oder verhindert, dass die Digitalisierung einfach auf althergebrachte Workflows gestülpt wird. Vor allem der Netzwerkcharakter und die Community-Philosophie der digitalen Welt wird oft nicht mitgedacht. Dazu kommen die Scheu vor dem Umgang mit Technik, die gerade in den Teilen eines Unternehmens zu beobachten sind, die in der alten Arbeitswelt eher weniger damit konfrontiert waren. Eine ständige Rückkehr zur Email, obwohl kollaborative Tools eingeführt wurden, ist nur eines der häufig zu beobachtenden Phänomene.

Mit Disruptive Leadership verkrustete Strukturen lösen

Manager, die disruptiv arbeiten, suchen immer nach der besten Lösung, auch wenn das bedeutet, alte Strukturen aufzulösen oder umzubauen. Sie haben den Mut neue Wege zu gehen, auch gegen Widerstände. Das beste Beispiel für einen disruptiven Leader ist Steve Jobs. Seine kreativen Visionen haben Apple mit der Erfindung des iPhones den weltwirtschaftlichen Durchbruch verschafft, und so den Marktliebling Blackberry von einem Tag auf den anderen verdrängt. An Blackberry zeigt sich auch, dass das stetige Hinterfragen der eigenen Marktstrategie gesund sein kann. Denn wer sich auf seinem Erfolg ausruht und die Zeichen der Zeit nicht erkennt, kann schon im nächsten Moment weg vom Fenster sein.

Das Geheimnis des Apple-Gründers: Er scheute nie brutal ehrlicher Kritik.  Und das wurde letztendlich zur größten Stärke von Apple.

Den Status Quo regelmäßig stören

Disruptive Führung hat viele Vorteile. Sie sorgt dafür, dass Mitarbeiter und Teamleiter stets auf Trab bleiben und so das Beste aus ihrer Arbeit herausholen. Dabei geht es jedoch nicht darum permanent zu stören. Ziel der disruptiven Führung ist es, Projekt fertig zu stellen. Und das eben nicht nach Quantität, sondern nach Qualität. Indem man den besten Weg findet, auch wenn dieser nicht den eingeübten Prozessen entspricht.

Gefahren der disruptiven Störung

Wer eine disruptive Führung pflegt, muss auf der Hut sein. Denn sie kann einen normalen Betrieb völlig zum Erliegen bringen, wenn zu viele Prozesse verändert werden und die Mitarbeiter keine Chance mehr haben, sich den neuen Gegebenheiten anzupassen. Ist sie gut geführt, kann sie etablierten Unternehmen helfen, eine ähnliche Agilität zu entwickeln wie StartUps sie haben. Gerade die Digitalisierung bietet sich an, um zumindest temporär zu erarbeiten, wie der Betrieb das Beste aus den neuen technischen Möglichkeiten holen kann. Menschen mit viel Berufserfahrung ermöglicht sie, aus alten Denkstrukturen auszubrechen und sich erst einmal vorbehaltlos mit neuen Ideen zu beschäftigen bzw. sie auszuprobieren.

Die heuristische Methode: Try and Error

Menschen, die mit disruptiver Führung arbeiten, nehmen bewusst Fehlschläge in Kauf, um auszuprobieren, ob das ein oder andere funktioniert. Dabei ist es sehr wichtig, nicht aus Lust und Laune zu handeln. Jede Entscheidung muss Teil eines größeren Ziels sein, das man nicht aus den Augen verlieren darf. Zudem darf das Vertrauensverhältnis zwischen Manager und Team nicht leiden. Wie bei vielen Dinge gibt es einen richtigen und einen falschen Weg disruptive Leadership zu leben. Wo dieser schmale Grad ist, muss im Fingerspitzengefühl des Managers liegen.

Dieser Artikel ist Teil unserer Reihe: Digitales Management (bald mehr)

von | 22.03.2018

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